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Wohngipfel in Berlin: Mehr Wohngeld für Geringverdiener und 100.000 neue Sozialwohnungen

Das Wohngeld soll ab 2020 angehoben werden
Das Wohngeld soll ab 2020 angehoben werden Erhöhung gilt für Geringverdiener 00:22

Bundesregierung will Wohnsituation verbessern

Die Wohnungssuche ist für viele mittlerweile ein richtiger Kampf: Besonders in den Großstädten gehen die Mietpreise immer weiter in die Höhe. Deswegen sollen Geringverdiener bald mehr staatliche Unterstützung bekommen. Beim heutigen Wohngipfel in Berlin soll auch der Bau für 100.000 neue Sozialwohnungen beschlossen werden.

Mehr Wohngeld für Geringverdiener ab 2020

Als Antwort auf Wohnungsnot und hohe Mieten hat die Bundesregierung eine "Wohnraumoffensive" ausgerufen. Laut Berichten des "Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)" sollen Geringverdiener ab 2020 mehr Wohngeld bekommen. Mit der neuen Beschlussvorlage soll somit das Leistungsniveau und die Reichweite des Wohngeldes gestärkt werden. Beim Wohngipfel am Freitagnachmittag im Berliner Kanzleramt sollen die Pläne konkretisiert werden. Erwartet werden hundert Vertreter von Bund und Ländern, Baubranche, Kommunal- und Berufsverbänden sowie Mietverbänden.

Mehr als 100.000 neue Sozialwohnungen

Das "RND" berichtet zudem, dass in Deutschland bis 2021 mehr als 100.000 neue Sozialwohnungen gebaut werden sollen. Demnach will der Bund zwischen 2018 und 2021 den Ländern "mindestens fünf Milliarden Euro" für den Bau zur Verfügung stellen. Unter anderem kündigt die Regierung auch an, die Wohnungsbauprämie für Bausparer attraktiver zu gestalten. "Dazu wollen wir die Einkommensgrenzen an die allgemeine Einkommens- und Preisentwicklung anpassen und den Prämiensatz erhöhen."

Neben Gastgeberin Angela Merkel (CDU) sind unter anderem Innen- und Bauminister Horst Seehofer (CSU), Finanzminister Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Justizministerin Katarina Barley (SPD) beim Wohngipfel dabei.

Protestaktionen sind zu erwarten

Ein Bündnis aus Mieterbund, Sozialverbänden und DGB hat parallel zu Protestaktionen und Kundgebungen aufgerufen. Am späten Vormittag wollen Aktivisten am Kanzleramt eine an Merkel und Seehofer gerichtete Petition überreichen, die am Vorabend mehr als 70.000 Menschen online unterzeichnet hatten. Der Wohngipfel diene nicht Mieterinnen und Mietern sondern Immobilienlobby und Bauwirtschaft, heißt es darin. Die Unterzeichner fordern unter anderem eine massive Ausweitung von sozialem und günstigem Wohnraum, eine Regulierung von Bodenpreisen und weniger Möglichkeiten für Vermieter, Modernisierungen auf Mieter abzuwälzen. 1.500 Menschen sind für eine Demonstration am Nachmittag angemeldet.

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