Wohnpartnerschaften mit Senioren als kreative Idee

Dieses Projekt hilft Studenten in Wohnungsnot

10. Februar 2019 - 15:10 Uhr

"Wohnen für Hilfe" vermittelt Wohngemeinschaften zwischen Jung und Alt

In Zeiten, in denen der Wohnraum in den Städten knapp und auch für Studenten oder Azubis unbezahlbar wird, sind alternative Wohnformen heiß begehrt und gern genommen. Und tatsächlich sind sogar im laufenden Wintersemester dem Statistischen Bundesamt zufolge so viele Studenten an deutschen Hochschulen eingeschrieben wie nie zuvor.

Nur 8,5 Prozent der Studenten erhalten öffentlich geförderten Wohnheimplatz

So wird auch die Wohnungsnot unter Studenten immer schlimmer. Auch Wohnheimplätze sind rar, denn laut Bundesbildungsministerium gibt es nur 242.740 öffentlich geförderte Wohnheimplätze auf rund 2,87 Millionen Studenten.

Günstiges Zimmer gegen Hilfe im Alltag

Genau da kann das Projekt "Wohnen für Hilfe" etwas unterstützen. Ob in Köln, München oder Braunschweig - in vielen großen Städten gibt es dieses Angebot. Es vermittelt Wohnpartnerschaften zwischen Jung und Alt und ist schon in vielen deutschen Städten etabliert. Studenten bekommen ein günstiges Zimmer und Senioren dafür Hilfe und etwas Abwechslung im Alltag. Allerdings gehören Pflege oder medizinische Dienste jeglicher Art nicht dazu.

„Ab und zu gehen wir auch mal spazieren“

Studentin Vivien und Gertrud Drieschner
Studentin Vivien geht Gertrud Drieschner im Alltag etwas zur Hand, verbringt aber auch Freizeit mit ihr.
© RTL

Wie so eine Wohngemeinschaft aussehen kann, sehen Sie im Video. Denn für Vivien Ohlmer (20) war das Projekt "Wohnen für Hilfe" eine perfekte Möglichkeit, günstig zu wohnen. Sie unterstützt dafür die 87-jährige Gertrud Drieschner in Braunschweig ein bisschen im Haushalt - und nicht nur das: "Ich gucke, dass wir uns abends immer nochmal zusammensetzen und ein bisschen unterhalten und über unseren Tag reden. Ab und zu gehen wir auch mal spazieren."