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Woher kommen Hexenhaare? Und wird man sie los?

Frau am Kosmetikspiegel
Oh Schreck, ein Haar am Kinn! Wir verraten, woher Hexenhaare kommen und wie man sie wieder los wird. © iStockphoto

Wenn plötzlich Haare sprießen - aber nicht auf dem Kopf!

Igitt, ein Haar im Gesicht! Am liebsten würde man das lange, borstige Haar, was als Hexenhaar bezeichnet wird, sofort mit einer Pinzette entfernen. Aber darf man das überhaupt? Und wieso habe ich überhaupt eines? Wir erklären, was die Ursachen für Hexenhaare sind und wie sie richtig entfernt werden.

Was ist ein Hexenhaar?

Es ist nicht gesundheitsschädlich, sieht aber leider fies aus und betrifft nur Frauen: das Hexenhaar, auch als Teufelshaar bekannt. Im Gegensatz zum Damenbart oder zum Hirsutismus (ungewöhnlich starker Haarwuchs bei Frauen) tritt das Hexenhaar nur partiell, meist im Gesicht auf. Aber auch bei einem Hexenhaar handelt es sich um einen Gendefekt, da sich das Haar auf eine Körperstelle angesiedelt hat, wo es nicht hingehört. Hexenhaare sind länger, dicker und meist borstiger als der feine Gesichtsflaum eines Damenbarts. Es hebt sich auch farblich und in der Struktur von anderen Haaren ab.

Was sind die Ursachen?

Schwankungen im Hormonhaushalt können das Wachstum eines Hexenhaares begünstigen. So sind überwiegend Frauen in den Wechseljahren, die einen Mangel an Östrogen haben, betroffen. Auch Schwangere und Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, bekommen Hexenhaare. In seltenen Fällen können auch die Nebenwirkungen eines starken Medikaments das Wachstum von Hexenhaaren verursachen. Wer unsicher ist, sollte seinen Dermatologen oder Gynäkologen zu Rate ziehen. Der Arzt klärt auf, was tatsächlich dahinter steckt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Warum wachsen manchmal Hexenhaare an Muttermalen?

Richtig fies wird es, wenn Hexenhaare aus einem Leberfleck sprießen. Doch wie kommt es dazu? Bei Muttermalen handelt es sich um genetische Veranlagung, um eine Pigmentstörung. Diese Störung verleitet andere Zelltypen wie auch Haarzellen dazu, sich genau an der gleichen Stelle anzusiedeln. Und so wächst dann manchmal ein Hexenhaar aus einem Muttermal heraus.

Darf man selber mit der Pinzette ran?

Jein. Hexenhaare können mit einer Pinzette entfernt werden - aber nur, wenn es sich nicht auf einem Muttermal befindet. Muttermale können sich krankhaft verändern, durch das Zupfen können Entzündungen entstehen, die eine Veränderung der Zellen ebenfalls begünstigt. Wenn sich ein Hexenhaar auf einem Muttermal befindet, sollte es lediglich mit einer Nagelschere gekürzt werden. Wer unsicher ist, fragt bei seinem Hautarzt nach.

Welche Methoden zur Hexenhaar-Entfernung gibt es noch?

Ganz schön gemein: Wie andere Haare wächst auch das Hexenhaar nach. Wer also nicht ständig zupfen mag, kann sich bei einer Kosmetikerin einer Lasertherapie unterziehen: Die Haarwurzel wird zerstört und kein neues Haar kann mehr nachwachsen. Aber: Auch bei dieser Methode darf sich das Hexenhaar nicht auf einem Muttermal befinden! Und damit das Haar nicht mehr nachwächst, sind in der Regel mehrere Sitzungen nötig, für die immer neue Kosten anfallen. Circa 30 Euro pro Sitzung müsste laut dem Münchner Dermatologen Dr. Timm Golüke bezahlt werden, sechs bis acht Sitzungen, die alle vier Wochen wiederholt werden, wären notwendig. Anschließend darf man auf keinen Fall in die Sonne! Daher sollten Laserbehandlungen in lichtarmen Monaten, wie im Herbst oder im Winter durchgeführt werden. 

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