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Woelki: Externe Missbrauchs-Untersuchung für Erzbistum Köln

Rainer Woelki
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Foto: Henning Kaiser/Archiv © deutsche presse agentur

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki hat eine unabhängige Untersuchung zum Umgang des größten deutschen Bistums mit sexuellem Missbrauch angekündigt. Eine externe Einrichtung solle "unabhängig und umfassend unser eigenes – auch institutionelles – Versagen" aufarbeiten", sagte Woelki in einem Beitrag für das Kölner Domradio.

Am Dienstag stellt die Deutsche Bischofskonferenz die von ihr in Auftrag gegebene Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland vor. Nach den bisher bekannt gewordenen Ergebnissen kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Missbrauch über Jahrzehnte hinweg weit verbreitet war, teilweise vertuscht wurde und immer noch vorkommt. Diese Ergebnisse seien für die Kirche "beschämend", sagte Woelki. Was die bundesweite Studie auf Grund des Umfangs der Akten nur stichprobenartig habe leisten können, "werden wir für unser Erzbistum von unabhängigen Fachleuten sorgfältig beleuchten lassen", sagte er. "Weil wir Klarheit wollen, was in unserem Erzbistum falsch gehandhabt wurde."

Zum einen gehe es um Aufarbeitung der Vergangenheit, zum anderen um Prävention in der Zukunft. Nicht weniger als die Glaubwürdigkeit der Kirche stehe auf dem Spiel. "Nur, wenn wir ehrlich und aufrichtig sind, wird uns wieder Vertrauen geschenkt werden", betonte Woelki. "Mich erreichen in diesen Tagen viele Kommentare und Nachrichten. Auch in persönlichen Gesprächen ist der Tenor: Es muss etwas passieren, so kann es nicht weitergehen. Und ich sage: Sie haben Recht! So kann es wirklich nicht weitergehen."


Quelle: DPA

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