WM-Pechvogel des Tages: Marokkos Eigentorschütze Aziz Bouhaddouz bricht in Tränen aus

Schockstarre: Marokkos Aziz Bouhaddouz bricht nach seinem peinlichen Eigentor gegen den Iran in Tränen aus
Schockstarre: Marokkos Aziz Bouhaddouz bricht nach seinem peinlichen Eigentor gegen den Iran in Tränen aus
© Getty Images, Bongarts, ha

15. Juni 2018 - 20:16 Uhr

Wenn der WM-Traum zum Albtraum wird

Aziz Bouhaddouz ist der erste große Pechvogel der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Mit der WM-Nominierung für Marokko war für den Stürmer des Zweitligisten FC St. Pauli ein Traum in Erfüllung gegangen, der sich durch ein grausames Eigentor im ersten WM-Spiel gegen den Iran zum Albtraum entwickelte.

Blackout bei Bouhaddouz

Als in St. Petersburg der Schlusspfiff ertönte und der Iran seinen erst zweiten WM-Sieg überhaupt feierte, war Aziz Bouhaddouz der einsamste Mann der Stadt. Der 31 Jahre alte Marokkaner mit deutschem Pass sank zu Boden, Tränen schossen ihm in die Augen.

Die Szene, die der Hamburger in seinem Leben nicht mehr vergessen wird, ereignete sich keine 120 Sekunden zuvor. Gegen erschreckend harmlose Iraner köpfte er die Kugel nach einem ungefährlich erscheinenden Freistoß des Gegners unbedrängt aus wenigen Metern ins eigene Tor - ein Aussetzer, durch den der Iran das Spiel mit 1:0 gewann.

"Letztlich war ich der Pechvogel des Tages - für ganz Marokko. Das ist ein einziger Albtraum", haderte Bouhaddouz: "Damit muss ich jetzt klarkommen."

Iran mischt Beton an, Marokko trifft das Tor nicht

Doppelt bitter: Die Marokkaner waren über 90 Minuten das klar bessere Team, trafen aber nicht das Tor. Die Iraner mauerten derweil mit sechs Verteidigern und duselten sich dank Bouhaddouz zum ersten WM-Sieg seit dem 2:1 gegen die USA bei der WM 1998 in Frankreich.