WM-Held Bastian Schweinsteiger: Nach Glücksspiel-Werbung hagelt es Kritik

Bastian Schweinsteiger wirbt neuerdings für Glücksspiele
Bastian Schweinsteiger wirbt neuerdings für Glücksspiele
© imago/ZUMA Press, Andrew Katsampes, imago sportfotodienst

02. November 2018 - 10:58 Uhr

Neuer Werbepartner von Schweinsteiger ist umstritten

Verzockt! Bastian Schweinsteiger sorgt aktuell für Schlagzeilen. Nicht wegen seiner fußballerischen Leistungen, sondern wegen seiner Werbeaktivitäten. Das Zusammenspiel mit seinem neuen Partner ist äußerst umstritten.

Schweinsteiger macht Werbung für "legales und geregeltes Glücksspiel"

Als Werbegesicht ist Bastian Schweinsteiger bekannt und beliebt, als Fußballer spätestens seit dem WM-Titel 2014 ein Held und Vorbild. Für viele tritt er diese Rolle als Vorbild gerade jedoch mit Füßen.

Aktuell wirbt "Schweini" in einem TV-Clip als Botschafter für die "Deutsche Automatenwirtschaft". "Das Allerwichtigste ist, dass du fair und sauber spielst, egal wo, und was du spielst", sagt Schweinsteiger in dem Spot. Er wirbt für legales und geregeltes Glücksspiel. Ein Feld, das schon viele Menschen in die Sucht getrieben hat, rund eine halbe Million Menschen in Deutschland sollen laut Studie der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" krankhaft spielsüchtig sein. Ein Grund, warum viele die neue Schweinsteiger-Werbung als Eigentor betrachten.

Kritik von der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung"

"Bekannte Sportler wie Bastian Schweinsteiger sollten eine Vorbildfunktion in der Suchtprävention übernehmen", heißt es von der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" über die neuesten Werbemaßnahmen des früheren Bayern-Stars und heutigen Spielers des US-Klubs Chicago Fire. Und weiter: "Angesichts der Risiken, die mit dem Glücksspiel verbunden sind, wäre es seitens der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung begrüßenswert, wenn sich bekannte Sportler für wirkungsvolle Suchtpräventionsmaßnahmen einsetzen würden."

Und auch seine Fans sind mit dem neuen Engagement scheinbar nicht einverstanden. Auf seiner Facebook-Seite hagelt es negative Kommentare. Ein Beispiel: "Wie kann man für so eine Sache Werbung machen? Die meisten Leute, die regelmäßig in diesen Spielhallen sind, haben ein ernstes Problem und verzocken schon am Anfang des Monats ihr gesamtes Geld, da ist nichts fair, am Ende gewinnt immer die Bank! Bin echt enttäuscht von dir, dass du für so etwas Werbung machst ..."

Schweinsteiger selbst war für ein Statement bisher nicht erreichbar.