WM 2018: Schweden verurteilen Beleidigungen gegen Mitspieler Jimmy Durmaz

© dpa, Maximilian Haupt, exa

25. Juni 2018 - 11:48 Uhr

Beschimpfungen und Beleidigungen gegen Schwedens Freistoß-Verursacher Jimmy Durmaz

Die schwedische Nationalmannschaft hat ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Vor dem ersten Training nach dem 1:2 gegen Deutschland versammelte sich die Mannschaft geschlossen hinter Mittelfeldspieler Jimmy Durmaz, der in den Sozialen Netzwerken massiv beleidigt und bedroht wurde und rief gemeinsam: "Fuck Racism". Durmaz weinte unmittelbar nach dem Ausruf.

Jimmy Durmaz: "Ich bin schwedisch und trage unser Trikot mit Stolz."

Zuvor hatte Schweden-Coach Janne Andersson gesagt, Reaktionen wie die jüngsten in den Sozialen Netzwerken seien völlig inakzeptabel. Auch der betroffene 29-jährige Mittelfeldspieler bezog Stellung. "Kritisiert zu werden, ist etwas, mit dem wir leben, aber ein Selbstmordattentäter genannt zu werden, Morddrohungen gegen mich und meine Kinder zu erhalten, ist absolut inakzeptabel",  so der Profi des FC Toulouse. "Ich bin schwedisch und ich trage unser Trikot und unsere Flagge mit Stolz. Ich möchte mich bei all jenen bedanken, die Liebe und Wärme verteilen. Wir stehen beisammen, wir sind Schweden."

Die Ansprache von Jimmy Durmaz 

Shitstorm in den Sozialen Netzwerken nach Schwedens Niederlage gegen Deutschland

Nach dem Last-Second-Siegtor von Toni Kroos hatte sich der schwedische Hass auf dem Verursacher des Freistoßes in den Sozialen Netzwerken entladen.

Innerhalb weniger Minuten nach Schwedens 1:2-Niederlage gegen die deutsche Mannschaft erhielt Jimmy Durmaz tausende Kommentare, darunter etliche wüste Beschimpfungen, rassistische Beleidigungen und sogar Morddrohungen. Der schwedische Verband tat das einzig Richtige und erstattete Anzeige.