WM 2018: Paulinho zaubert Brasilien zum Gruppensieg

Paulinho (vorne rechts) bringt Brasilien auf die Siegerstraße
Paulinho (vorne rechts) bringt Brasilien auf die Siegerstraße
© imago/ULMER Pressebildagentur, ULMER/Michael Kienzler, imago sportfotodienst

28. Juni 2018 - 14:45 Uhr

Auch die Schweiz schafft es gegen Costa Rica ins Achtelfinale

Braslien trifft im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft auf Deutsch..., ach nee, Mexiko. Durch einen 2:0 (1:0)-Sieg gegen Serbien sicherten sich Neymar und Co. den Sieg in der Gruppe E und bekommen es in der ersten Playoff-Runde nun mit dem Zweitplatzierten der "deutschen Gruppe" zu tun, aus der sich die DFB-Elf zuvor historisch kläglich verabschiedet hatte. In die Runde der letzten 16 nimmt die Selecao die Schweiz mit, die im Parallelspiel gegen Underdog Costa Rica nicht über ein 2:2 (1:0) hinauskam und es als Zweiter des Tableaus nun mit Schweden zu tun bekommt.

Marcelo mit Hexenschuss raus

Das Spiel begann zunächst mit einem Schock für das Team von Trainer Tite: Nach zehn Minuten musste Abwehr-Dauerbrenner Marcelo raus. Der Champions-League-Sieger von Real Madrid erlitt ohne Fremdeinwirkung einen Hexenschuss und humpelte benommen vom Platz. Wie man bei der WM Tore schießt, zeigte Paulinho dann nach einer halben Stunde. Der Mittelfeldspieler wurde perfekt bedient von seinem Barca-Teamkollegen Philippe Coutinho und überwand Serben-Keeper Vladimir Stojkovic mit einem sehenswerten Heber ins Glück (36.).

Spielerisch limitiert, aber kämpferisch wie gehabt begabt, hielt Serbien dagegen, ohne jedoch seinerseits zu Torchancen zu kommen und ging mit dem verdienten Rückstand in die Kabine.

Neymar bleibt weitgehend brav

In Hälfte zwei fanden die Serben von Coach Mladen Krstajic mehr Lücken. Auf der Linie rettete Thiago Silva (61.) vor Aleksandar Mitrovic. Vier Minuten später scheiterte der Stürmer vom FC Fulham an Schlussmann Alisson.

Nota bene: Bis dahin hatte sich der zuletzt vornehmlich als Lachnummer in Erscheinung getretene Neymar noch keine einzige Schwalbe geleistet und auch sonst fast nichts Unsportliches zu Schulden kommen lassen. Im Gegenteil: Mit einer butterweichen Flanke vom linken Flügel setzte der teuerse Fußballer der Welt Thiago Silva in Szene, der die Kugel herrisch in die Maschen wuchtete (68.) und den Sack vor 44.000 Zuschauern in Moskau zumachte.