WM 2018: Ohne Mats Hummels gegen Schweden - Gomez, Brandt und Rüdiger in der Startelf?

© dpa, Ina Fassbender, ina jhe

23. Juni 2018 - 10:51 Uhr

Joachim Löw muss umstellen

Hiobsbotschaft für Bundestrainer Joachim Löw: Die deutsche Nationalmannschaft muss im ersten "K.o.-Spiel" der WM in Russland am Samstag in Sotschi gegen Schweden voraussichtlich auf Innenverteidiger Mats Hummels verzichten. Auch in anderen Mannschaftsteilen wird der Bundestrainer wohl Veränderungen vornehmen.

Mats Hummels hat Probleme mit dem Halswirbel

"Mats wird wahrscheinlich nicht spielen können. Er hat sich im Training einen Halswirbel verrenkt", sagte Löw. "Er konnte in keine Kopfballduelle gehen, und es hat sich nicht entscheidend verbessert, trainieren kann er nicht". Weil gegen Schweden Spieler gebraucht würden, "die im Luftkampf gut sind", mache ein Einsatz von Hummels "eher keinen Sinn". Hummels war an der Seite von Jerome Boateng im deutschen Abwehrzentrum gesetzt.

Antonio Rüdiger und Niklas Süle als Alternativen

Erste Alternative sind dessen Münchner Clubkollege Niklas Süle und Antonio Rüdiger vom FC Chelsea. Nach dem 0:1-Auftakt gegen Mexiko steht die DFB-Elf unter Zugzwang. Eine weitere Niederlage würde das Aus bedeuten, sofern Mexiko gegen Südkorea mindestens einen Punkt holt.

Joachim Löw überrascht mit drei Veränderungen

Nach kicker-Informationen testete Löw im geheimen Abschlusstraining eine überraschende Formation für das WM-Gruppenspiel gegen Schweden. Im Angriff spielte in der vermeintlichen A-Elf Mario Gomez anstelle von Timo Werner. "Könnte sein", sagte Löw über einen möglichen Einsatz des Stürmers von Beginn an.

Auf dem linken Flügel spielte in der Einheit, in der nur die ersten 15 Minuten für Medienvertreter offen waren, Julian Brandt. Rüdiger ersetzt in der Innenverteidigung den verletzten Hummels. Der wiedergenesene Jonas Hector kehrt für Marvin Plattenhardt zurück in die Startelf.

"Mit dem Rücken zur Wand"

"Wir stehen mit dem Rücken an der Wand", sagte Löw. "Ich habe der Mannschaft gesagt: Die zwei wichtigsten Waffen sind Energie und eine andere Körpersprache." Sein grundsätzliches Vertrauen in die Weltmeister sei nicht erschüttert, betonte Löw. "Wir sind in der Weltspitze immer noch sehr weit oben, warum sollten wir nach einem Spiel alles in Frage stellen? Das wäre ja fatal! Das grundsätzliche Vertrauen in die Spieler, die schon länger bei uns sind, wird nicht durch ein Spiel in die Brüche gehen", stellte Löw klar.