Sport
Aktuelle Sportnachrichten, Ergebnisse und Spielberichte

WM 2018: Neymar jetzt auch traurigster Fußballer der Welt

Neymar nach dem WM-Aus Brasiliens gedemütigt am Boden
Für seine Verhältnisse steht er fast aufrecht: Neymar nach dem Viertelfinal-Aus gegen Belgien. © imago/Focus Images, Paul Chesterton, imago sportfotodienst

Woher jetzt noch Kraft nehmen?

Neymar wälzt sich vor (inneren) Schmerzen am Boden. Das bittere Viertelfinal-Aus Brasiliens bei der WM 2018 in Russland sei der "traurigste Moment meiner Karriere", schrieb der teuerste und jetzt auch traurigste Fußballer der Welt bei Instagram.

WM-Aus "wie der Tod eines Nahestehenden"

Momentan sei es für ihn schwer, "die Kraft zu finden, um wieder Fußball spielen zu wollen", so Neymar. Gott werde ihm die Kraft geben, "mit allem fertig zu werden".

Dennoch gab der 222-Millionen-Euro-Mann von Paris St. Germain alles, die Hoffnung auf eine sportliche Auferstehung hochzuhalten. "Sie haben unseren Traum unterbrochen. Aber sie haben ihn nicht aus unserem Kopf und unserem Herz entfernt."  

Wie tief der Stachel der erneuten Demütigung sitzt, beschrieb Renato Augusto. "Es ist wie der Tod eines Nahestehenden, weil der Hexa (6. WM-Triumph, d. Red.) der Traum jedes Einzelnen von uns war", sagte er nach dem 1:2 des Rekordchampions gegen Belgien. Der Ex-Leverkusener hatte kurz nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer erzielt und auch noch den Ausgleich auf dem Fuß. 

"Neymar ein Schatten seiner selbst"

Noch bevor die Brasilianer ihre Rollkoffer zum Flughafen ziehen konnten, musste Neymar erneut verbale Prügel einstecken. Er müsse seine "Spielweise ändern, so kann man in Zukunft nicht mehr spielen", sagte Landsmann Ze Roberto im ZDF über den Mann, der die Selecao zum 6. WM-Titel zaubern wollte - und sich dabei durch alberne Show-Einlagen ins Abseits beförderte.

Auch die Presse ging hart mit dem 26-Jährigen ins Gericht. "Neymar muss sein Verhalten überdenken", schrieb in seiner Heimat die Zeitung 'Estado de Minas'. Die argentinische Zeitung 'Clarin' urteilte: "Neymar war ein Schatten seiner selbst in der Partie, in der ihn die Selecao am meisten brauchte."

Mehr Sport-Themen