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WM 2018: England im Halbfinale - Löwen vernaschen Schwedenhappen zur Teatime

07.07.2018, Russland, Samara: WM, Finalrunde, Viertelfinale, Schweden - England im Samara-Stadion. Dele Alli aus England (M) jubelt mit seinen Teamkollegen über das Tor zum 0:2. Foto: Frank Augstein/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
England ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. © dpa, Frank Augstein, TH sis nic

'Three Lions' träumen vom Titel

Brexit? Skripal? Regierungskrise? So what! England ist obenauf. Die 'Three Lions' stehen nach einem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Schweden im WM-Halbfinale. 28 Jahre nach dem WM-Aus der Generation um Chris Waddle und Paul Gascoigne träumt man auf der Insel wieder vom Titel.

Führung für England aus dem Nichts

Safety first, das war die Devise der Anfangsphase. Schweden operierte mit hohen Bällen, England schien im ersten Viertelfinale seit zwölf Jahren wie gelähmt. Wahrlich kein Augenschmaus für den neutralen Beobachter im weiten Rund von Samara und den Bildschirmen daheim.

Bis zur 19. Minute mussten die Anhänger der 'Three Lions‘ warten, ehe der Favorit in Person von Harry Kane ein Lebenszeichen sendete, doch sein Schuss aus 18 Metern streifte am rechten Gehäuse der Schweden vorbei.

Aus dem Nichts, und selten stimmte diese Phrase so wie in diesem Spiel, kam England zur Führung wie die berühmte Jungfrau zum Kinde. Ecke Ashley Young, Harry Maguire (30.) gewann das Kopfballduell gegen Emil Forsberg – 1:0. Ein Tiefschlag für 'Tre Kronor‘. Und der Weltmeister von 1966 (warum auch immer) blieb am Drücker. Raheem Sterling (45.) tauchte nach einem Pass von Jordan Henderson frei vor Robin Olsen auf, doch der Schweden-Keeper behielt die Oberhand.

Entscheidung gegen Schweden fällt in der Luft

Mit dem Wiederanpfiff die Chance zum Ausgleich: Jordan Pickford (47.) kratzte einen Kopfball von Marcus Berg aus dem linken unteren Eck. Spielerisch lief weiterhin wenig zusammen – hüben wie drüben.

Und wenn es nicht mit dem Ball am Fuß klappt, dann gewinnt man das Spiel eben auf die 'gute alte Art': Mit dem Kopf. Jesse Lingard flankte auf den zweiten Pfosten und Dele Alli (59.) hielt die Birne hin. Die Vorentscheidung. Zum ersten Mal seit 1990 (damals im Halbfinale in Turin an Deutschland gescheitert) steht England bei einer WM im Halbfinale. Von Middlesbrough bis Plymouth, nun herrscht auf der Insel endgültig der Ausnahmezustand. Gegner im Halbfinale wird Kroatien, das Gastgeber Russland im Elfer-Drama bezwang.

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