WM 2018: Abpfiff für Schiedsrichter Felix Brych

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5. Juli 2018 - 9:40 Uhr

Auch Felix Brych kommt über die Gruppenphase nicht hinaus

Die WM ist für Schiedsrichter Felix Brych beendet. In Russland kam der Münchner nur auf einen Vorrunden-Einsatz. So wenige Auftritte hatte ein deutscher Referee zuletzt bei der WM 1982. Damals war Walter Eschweiler in Spanien nicht über ein 1:1 zwischen Italien und Peru hinausgekommen.

Knackpunkt im Duell Serbien - Schweiz

Brych hatte in der Gruppenphase das brisante Duell der Schweiz mit Serbien (2:1) geleitet und war danach wegen eines nicht gegebenen Elfers von den Serben angefeindet worden. Serbien-Coach Mladen Krstajic hatte nach der Partie mit einem Kriegsverbrecher-Vergleich einen Eklat verursacht. "Der Verlauf der WM ist für mich und mein Team eine herbe Enttäuschung. Aber das Leben geht weiter und wir kommen wieder", zititerte der DFB in einer Mitteilung den deutschen Referee.

FIFA lässt Team Brych links liegen

Felix Brych
Nach rund 90 WM-Minuten war für Felix Brych Schluss
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Nachdem der Jurist schon im Achtelfinale keine Spielleitung hatte, wurde er von der FIFA auch für die kommenden Spiele nicht mehr berücksichtigt. Vor vier Jahren in Brasilien war Brych zweimal zum Einsatz gekommen, schon dort hatte er nicht das nötige Vertrauen der Schiri-Offiziellen des Weltverbandes FIFA gespürt.

Brych sowie seine Assistenten Stefan Lupp und Mark Borsch warteten auch in Russland vergeblich auf einen Einsatz in der K.o.-Runde. Welche Rolle letztendlich Brychs einziger WM-Auftritt in Russland gespielt hat, kann nur vermutet werden.

"Offensichtlich wurde Felix' schwierige und strittige Elfmeter-Entscheidung von der FIFA als so schwerwiegend bewertet, dass es keine weiteren Ansetzungen mehr für ihn gab. Ob das gerechtfertigt ist, müssen unsere Experten bewerten. Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren", sagte Ronny Zimmermann, der für die Schiedsrichter zuständige DFB-Vizepräsident.

Für die Viertelfinals nominierte der Weltverband FIFA Nestor Pitana (Argentinien), Milorad Mazic (Serbien), Sandro Ricci (Brasilien) und Björn Kuipers (Holland).