"Er ist zufrieden"

Trainer: Kein Box-Comeback von Wladimir Klitschko

© dpa, Johann Groder, jfk pat

13. Mai 2019 - 9:49 Uhr

Johnathon Banks: "Es wird keine Rückkehr geben"

Die Gerüchte über ein Box-Comeback von Wladimir Klitschko halten sich hartnäckig wie ein Rotweinfleck. 70 Millionen Euro soll Streaming-Dienst DAZN dem 43-Jährigen für eine Rückkehr in den Ring bieten. Laut Klitschkos einstigem Coach bleibt der 'Steelhammer' aber im Waffenschrank.

Rücktritt 2017 nach epischem Kampf gegen Joshua

"Es wird keine Rückkehr geben", sagte Johnathon Banks dem Box-Kanal 'Behind the Gloves': "Basierend auf Hunderten von Gesprächen mit ihm, kann ich sagen: Er bleibt, wo er ist. Er ist zufrieden, wie er den Sport verlassen hat. Er ist zufrieden mit dem, was er erreicht hat."

Mit Recht: Klitschko gewann in seiner Karriere Olympisches Gold 1996 in Atlanta, bei den Profis setzte er sich zweimal die Krone im Schwergewicht auf. Sein letzter Kampf: Eine epische Ringschlacht am 29. April 2017 gegen den Briten Anthony Joshua vor 90.000 begeisterten Fans im Londoner Wembley-Stadion.

Trotz der Niederlage durch Technischen K.o. in Runde 11 feierten die Zuschauer den Ukrainer frenetisch. Im Sommer 2017 trat Klitschko zurück, jettet seither als Geschäftsmann und Motivationscoach um die Welt.

"Gar keine Zeit für ein Trainingslager"

Spekulationen um ein mögliches Comeback schossen allerdings schon früh ins Kraut. Banks stellt aber klar: "Selbst wenn Wladimir wollte, hätte er gar keine Zeit für ein Trainingslager, denn er hat so viele Dinge, um die er sich kümmert, dass gar er nicht die Zeit für ein Comeback hätte."

Banks hatte Klitschko nach dem Tod von Trainer-Legende Emanuel Steward im Oktober 2012 bis zu dessen Karriere-Ende betreut. Der Amerikaner dürfte jetzt aber bessere Dinge zu tun haben, als Klitschko noch einmal die Boxhandschuhe zu schnüren.

Seit wenigen Tagen ist Banks Trainer von Ex-Mittelgewichts-Weltmeister Gennady Golovkin.