Querschläger im Kinderzimmer

USA: Stofftier rettet schlafendem Mädchen (3) das Leben – Pistolenkugel bohrt sich in Plüsch-Hai

Madison, Wisconsin: "Baby Shark"-Plüschtier rettet kleinem Mädchen das Leben, als eine Pistolen-Kugel durch die Schlafzimmerwand schießt
Madison, Wisconsin: "Baby Shark"-Plüschtier rettet kleinem Mädchen das Leben, als eine Pistolen-Kugel durch die Schlafzimmerwand schießt
© City of Madison Police Department

28. November 2019 - 16:00 Uhr

Gang-Schießerei in Wisconsin: "Baby Shark" als Lebensretter

Hier muss eine ganze Schutzengel-Schar am Werk gewesen sein: Ein kleines Mädchen aus Madison im US-Bundesstaat Wisconsin ist nur durch pures Glück dem Tod entronnen. Die Dreijährige hat sich gerade schlafen gelegt, als urplötzlich eine Pistolenkugel durch die Schlafzimmer-Wand schießt – und sich in das Stofftier bohrt, mit dem die Kleine gerade in ihrem Bettchen kuschelt. Um ein Haar wäre sie Opfer einer Gang-Schießerei geworden.

Querschläger im Kinderzimmer: Plüsch-Hai bewahrt Familie Fowler vor einer Tragödie

Dutzende Patronenhülsen auf dem Asphalt, zertrümmerte Auto-Fenster – in einem Wohngebiet in der Großstadt Madison muss es am Sonntagabend zu einer heftigen Schießerei gekommen sein, so die Polizei. Wahrscheinlich haben zwei verfeindete Gruppen das Feuer aufeinander eröffnet und ohne Rücksicht auf Verluste um sich geschossen. Verletzt wurde niemand – auch dank des quietschgelben Plüsch-Hais, der Familie Fowler vor einer Tragödie bewahrt hat.

Tanice Fowler wohnt mit ihrer Tochter in der Straße, in der am Sonntag die Schießerei ausbrach. Die Kleine habe abends noch mit dem Stofftierchen gespielt, bevor sie dann ins Bett gehüpft sei. Ihr "Baby Shark" – ein Plüschtier frei nach dem viralen Ohrwurm-Hit – war für eine nächtliche Knuddel-Runde natürlich mit dabei.

Plüschiger Schutzengel: Familie Fowler wollte der Gewalt entfliehen

Madison, Wisconsin: Stofftier rettet kleinem Mädchen das Leben, als eine Pistolen-Kugel durch die Schlafzimmerwand geschossen kommt
Madison, Wisconsin: Stofftier rettet kleinem Mädchen das Leben, als eine Pistolen-Kugel durch die Schlafzimmerwand geschossen kommt
© City of Madison Police Department

Plötzlich hört Tanice Schüsse. Sofort denkt sie an ihre Tochter, rennt ins Kinderzimmer – und ihr stockt der Atem: Ein Querschläger ist durch die Wand geschossen und hat sich ins Plüschtier gebohrt. Wenige Zentimeter neben dem Kopf ihrer kleinen Tochter. Nur knapp ist sie dem Tod entronnen.

Gemeinsam flüchten sich Mutter und Kind ins Badezimmer, harren dort aus, bis die Schüsse verstummt sind. Besonders tragisch: Familie Fowler stammt aus Chicago – einer Stadt, die für Schießereien berüchtigt ist. "Wir wollten der Gewalt entfliehen, als wir nach Madison gezogen sind", sagt Tanice in einem Fernseh-Interview. Jetzt, urplötzlich, ist die Todesangst wieder da.

Die Polizei ermittelt. "So viele Pistolen-Patronen auf einmal nach einer Schießerei zu finden, könnte hier Rekord sein", sagte ein Sprecher. Gang-Kriminalität werde man in Madison aber nicht tolerieren. "Wer immer das getan hat, war absolut rücksichts- und gewissenlos. Wir können von Glück sprechen, dass niemand verletzt oder getötet wurde."