Wirtschaftsminister mahnen längere Überbrückungshilfe an

Euro-Münzen auf Euro-Banknoten. Foto: Tobias Hase/dpa/Symbolbild
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04. Juni 2020 - 22:30 Uhr

Die Wirtschaftsminister der Länder haben die Überbrückungshilfe des Bundes für in der Corona-Krise besonders hart betroffene Branchen begrüßt, zugleich aber eine Verlängerung angemahnt. Die Beschränkung des Programmes auf drei Monate bis Ende August sähen die Länder gerade für die Bereiche wie die Reisebranche, Hotels und Gaststätten, Messeveranstalter, Schausteller und Veranstalter kritisch, hieß es in einer Pressemitteilung nach einer Videokonferenz der Minister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstagabend.

Es sei davon auszugehen, dass in vielen Unternehmen in diesem Jahr gar keine Umsätze mehr realisiert werden könnten. "Über eine Fortführung muss dann gegebenenfalls im August diskutiert werden." Bremen als Vorsitzland der Wirtschaftsministerkonferenz und Nordrhein-Westfalen hatten darauf hingewiesen, dass eine nicht durchgängige Förderung gerade Kleinstunternehmen schnell vor erhebliche Probleme stellen könne. "Es bestand Einigkeit darüber, dass es eine sehr klare Kommunikation darüber geben muss, welche Unternehmen mit Hilfen rechnen können, damit keine falschen Erwartungen geweckt werden", hieß es weiter.

Die Spitzen von Union und SPD hatten sich auf ein 130 Milliarden Euro umfassendes Konjunkturpaket verständigt, damit Unternehmen, Familien und Kommunen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie besser bewältigen können. Teil davon sind Überbrückungshilfen für den Mittelstand mit einem Volumen von maximal 25 Milliarden Euro. Die Überbrückungshilfe bei Umsatzausfällen soll für die Monate Juni bis August gewährt werden.

Quelle: DPA