Wirtschaftliche Lage immer schlimmer

Veranstaltungsbranche demonstriert für Corona-Hilfen

28. Oktober 2020 - 15:58 Uhr

Veranstalter und Künstler von Corona-Einschränkungen besonders betroffen

Bei einer Großkundgebung in Berlin haben erneut Tausende Menschen aus der Veranstaltungsbranche für umfassendere staatliche Hilfen in der Corona-Krise demonstriert. Eine Lastwagen-Kolonne mit Hunderten Fahrzeugen setzte sich gegen Mittag vom Olympiaplatz in Richtung Brandenburger Tor in Bewegung. Gleichzeitig startete ein Fußmarsch, zu dem rund 6000 Teilnehmer angemeldet waren, vom Roten Rathaus am Alexanderplatz.

Schlager- und Popstars beteiligen sich an Demo #OnFire

Unter dem Motto #OnFire machten die Demonstrierenden am Mittwoch auf die prekäre wirtschaftliche Lage in der Veranstaltungs- und Unterhaltungsindustrie aufmerksam. Mehrere Schlager- und Popstars, darunter etwa Frank Zander und Roland Kaiser, beteiligten sich an dem Umzug und der anschließenden Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor.

Organisiert wurde der Protestmarsch vom Aktionsbündnis #AlarmstufeRot. Auch der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft sowie weitere Branchenvertreter riefen zur Teilnahme auf. Bereits im September waren Tausende Menschen aus der Branche bei einer ersten Kundgebung mit Hunderten Fahrzeugen in Berlin unterwegs. Weil nach wie vor Großveranstaltungen kaum stattfinden dürfen, sind Veranstalter und Künstler sowie die Hotel- und Gastrobranche wirtschaftlich besonders schwer von den Auswirkungen der Krise getroffen.

Sie fordern gemeinsam Hilfsprogramme, "die sich gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren als die bisher von der Regierung aufgelegten Förderprogramme", heißt es in einem Aufruf.

Arbeitsminister plant Hilfen für Veranstaltungsbranche und Messebau

Die Bundesregierung plant angesichts der verschärften Corona-Beschränkungen auch weitere Hilfen etwa für die Veranstaltungsbranche und den Messebau. Das sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch in Berlin. Bei den Überbrückungs- und Nothilfen für Unternehmen würden weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht, "um vor allem denjenigen, die im November von einschränkenden Maßnahmen betroffen sind, unmittelbar zu helfen", sagte Heil.

"Darüber hinaus werden wir uns auch den Hilfen für Branchen nochmals zuwenden, die besonders betroffen sind. Ich nenne - nicht nur weil die hier in Berlin auf der Straße sind - die Veranstaltungsbranche und den Messebau", so Heil. Heil betonte aber, dass die Beschränkungen, die die Politik auf den Weg bringen wollte, nötig seien. "Corona ist die größte Herausforderung unserer Generation", sagte er.

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Quelle: DPA / RTL.de

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