Wirtschaft kritisiert Debatte über Frauenquote

16. Februar 2016 - 9:50 Uhr

Die Diskussion über eine gesetzlich verordnete Frauenquote in den Führungsetagen der Unternehmen geht aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) an der Realität vorbei.

Im deutschen Mittelstand würden vier von zehn Unternehmen von Frauen gegründet, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'. 160.000 Firmen, die pro Jahr neu entstünden, hätten damit einen weiblichen Chef. Das bedeute eine Steigerung von 30 auf 40 Prozent in den vergangenen zehn Jahren.

Der DIHK-Präsident forderte bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um diese unternehmerische Selbstständigkeit zu fördern. Dies gelte für Mütter wie für Väter. "Wir brauchen gute Kinderbetreuung und nicht Quoten", sagte Driftmann. So würden Kindertagesstätten, die am frühen Nachmittag schließen, den Bedürfnissen von Erwerbstätigen nicht gerecht.