Polizei gibt Update nach tödlichem Vorfall am Filmset

Wird Alec Baldwin angeklagt? Ermittler sprechen erstmals zum Todesschuss-Drama

27. Oktober 2021 - 21:21 Uhr

Wer ist Schuld am Tod von Halyna Hutchins?

Diese Pressekonferenz wurde mit Spannung erwartet! Die Staatsanwaltschaft aus New Mexico verkündete am Mittwoch (27. Oktober) den aktuellen Stand der Untersuchungen nach dem Todesschuss-Drama am Set des Westerns "Rust". Bei der unfassbaren Tragödie hatte Hollywood-Star Alec Baldwin (63) am 21. Oktober die Kamerafrau Halyna Hutchins (†42) aus Versehen erschossen, als er eine Requisitenwaffe abfeuerte. Nun erklärten die zuständigen Behörden, welche Konsequenzen dem Schauspieler und der Filmcrew drohen.

Drei Personen stehen im Fokus der Emittlungen

In New Mexiko traten jetzt Ermittler Adan Mendoza und Staatsanwältin Mary Carmack-Altwies vor die Kameras, um zu klären, wer die Schuld am tragischen Tod von Halyna Hutchins trägt.

Drei Personen stehen besonders im Fokus der Ermittlungen. Alec Baldwin, der den tödlichen Schuss abgefeuert hat. Aber nicht nur als Schütze, sondern auch, weil er als Co-Produzent die Verantwortung am Filmset trug. Außerdem wird die Rolle von Hannah Gutierrez Reed genau untersucht. Die 24-Jährige war als Waffenmeisterin für die Waffen am Set verantwortlich. Und auch der Regie-Assistent Dave Halls ist für die Behörden von großem Interesse. Er hatte Alec die Waffe mit den Worten "cold gun", bedeutet "Waffe nicht geladen", übergeben. Eine offensichtliche Fehlinformation, die einen Menschen das Leben gekostet hat.

Alec Baldwin ist Bestandteil der Untersuchungen

Die Ermittlungen stünden noch ganz am Anfang, so die Behörden bei der Pressekonferenz. Es sei noch zu früh zu sagen, ob und welche Anklagen erhoben werden. Es sei aber nichts ausgeschlossen. "Wenn wir der Auffassung sind, dass genug vorliegt für eine Anklage, werden wir eine Anklage erheben", sagte Staatsanwältin Mary Carmack-Altwies. Voreilige Schlüsse werde man nicht ziehen. "Wenn es den Verdacht auf ein Verbrechen gibt, werden die strafrechtlichen Anklagen erhoben", ergänzte Ermittler Adan Mendoza.

Alec Baldwin sei momentan Bestandteil der Untersuchungen, so die Staatsanwältin weiter. Der Schauspieler sei sehr kooperativ bei den laufenden Ermittlungen gewesen. Etwa 90 Personen hätten sich am Set aufgehalten, von denen noch einige befragt werden müssten. "Ich werde nicht kommentieren, ob es eine strafrechtliche Anklage gegen Baldwin oder andere Personen geben wird", antwortete Carmack-Altwies auf die Frage eines Journalisten, mit welchen Konsequenzen der Hollywood-Star rechnen muss.

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600 Beweisstücke wurden sichergestellt 

"Über die letzten paar Tage, haben wir intensiv ermittelt", erklärte Adan Mendoza. "Wir haben etwa 600 Beweisstücke gesammelt." Die Waffe, von der der tödliche Schuss abgegeben wurde, befinde sich im Besitz der Polizei. "Außerdem glauben wir, dass wir die Hülse und das Projektil haben." Insgesamt drei Waffen sollen beschlagnahmt worden sein.

Die Waffe, mit der Kamerafrau Halyna Hutchins getötet wurde, sei eine "funktionale Waffe", so Mendoza weiter. "Wir wissen, dass es mindestens eine Ladung an scharfer Munition gab. Wir gehen sogar davon aus, dass es noch mehr scharfe Munition gab. Jetzt versuchen wir herauszufinden, warum diese scharfe Ladung am Set war." Auf die Frage einer Journalistin, wie es sein könne, dass das nicht bemerkt wurde, antworte Mendoza: "Wir sind gerade dabei, zu bestimmen, wie es dazu kam." Dazu würden weiter Zeugen vernommen. Zur angeblich schlechten Stimmung am Set und den vermeintlich laschen Sicherheitsvorkehrungen wollte der Ermittler nichts sagen.

Alec wusste nichts von scharfer Munition

Alec Baldwin oder andere Mitglieder der Filmcrew waren bei der Pressekonferenz nicht anwesend. Man kann sich nicht vorstellen, was momentan in dem Schauspieler vorgehen muss. Er hat einen Menschen erschossen – versehentlich. Während einer Szenen-Probe in einer Film-Kirche hatte sich aus der Waffe, mit der der 63-Jährige hantierte, ein Schuss gelöst. Die Kugel traf Kamerafrau Halyna Hutchins im Bauch und verletzte sie tödlich. Der Regisseur des Films, Joel Souza (48), wurde schwer verletzt. Laut Zeugenaussagen wusste Alec nicht, dass in der Filmwaffe scharfe Munition statt Platzpatronen waren. (tma)

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Hier gibt es die Sendung vom 27.Oktober.