Schon neun Tote - Erinnerungen an Horrorsturm IDAI werden wach

Wirbelsturm ELOISE fegt über Afrikas Ostküste hinweg

Zyklon ELOISE bringt heftige Regenfälle nach Mosambik. Wie vor zwei Jahren, als Sturm IDAI wütete, ist die Stadt Beira betroffen.
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23. Januar 2021 - 20:49 Uhr

Schwere Regenfälle bei Windgeschwindigkeiten um die 130 km/h

Mit Windgeschwindigkeiten um die 130 km/h und schweren Regenfällen hat der tropische Wirbelsturm ELOISE am Samstag Afrikas Ostküste erreicht. Er traf am Morgen nahe der mosambikanischen Stadt Beira auf Land, teilte das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) mit. Mindestens neun Menschen kamen nach Behördenangaben in der am schlimmsten betroffenen Stadt Beira ums Leben - die meisten davon wurden durch umfallende Bäume erschlagen. Nach den Prognosen drohen schwere Überschwemmungen, die allein in Mosambik mehr als 200.000 Menschen in Mitleidenschaft ziehen könnten.

Schon wieder trifft es die Metropole Beira

Mosambik, Beira: Das von Internationalen Roten Kreuz zur Verfügung gestellte Foto zeigt Menschen, die versuchen, die Überreste ihrer Häuser nach dem Zyklon 'Idai' zu retten. Der schwere tropische Wirbelsturm «Idai
Es war eine unglaubliche Zerstörung, die Zyklon IDAI im März 2019 in Mosambik hinterließ. Nun wurde wiederum die Stadt Beira von Sturm ELOISE getroffen.
© dpa, Denis Onyodi, wei cul

Dort stehen Helfer bereit. Sie zogen damit Konsequenzen aus dem verheerenden Zyklon IDAI vor zwei Jahren. Die Schäden durch IDAI kurz vor der Erntezeit im März 2019 sowie den kurze Zeit später folgenden Zyklon KENNETH gelten als besonders verheerend und haben Langzeitwirkung. Rund drei Millionen Menschen waren in Mosambik, Simbabwe und Malawi betroffen, gut 600 Menschen starben. Besonders betroffen war auch damals die 500.000-Einwohner-Stadt Beira.

Madagaskar hat es hinter sich

In Beira ist der Wasserstand aktuell sehr hoch, weil Tropensturm CHALANE Anfang des Jahres bereits für heftige Regenfälle sorgte. Der Wirbelsturm ELOISE dürfte im Laufe des Tages weiter in Richtung der Nachbarländer Simbabwe, Botswana und auf Teile von Südafrika hin ziehen. Er kam vom Inselstaat Madagaskar, wo es nach Behördenangaben mindestens einen Toten sowie Überschwemmungen gab.