Winterwetter bietet echtes Kuriositätenkabinett

In Rom liegen mehr als 10 Zentimeter Schnee
In Rom liegen mehr als 10 Zentimeter Schnee
© dpa, Claudio Peri

10. Februar 2016 - 13:06 Uhr

Riesige Schneemengen in Holland und auf dem Balkan

Ja, wir haben Winter. Es ist kalt, so ist das eben im Winter. Und doch ist die derzeitige Wetter nicht normal. In ganz Europa finden sich derzeit allerlei Wetter- und Kälte-Kuriositäten.

Ein paar Beispiele gefällig? In den Niederlanden liegt derzeit richtig viel Schnee. Das alleine ist noch kene Sensation. Doch Achtung: Nach dem teilweise sehr ergiebigen Schneefall klarte es auf und über den Schneeflächen wurde es berstend kalt: -19 Grad in Amsterdam, -23 in Marknesse und in Leiden-Valkenburg an der Küste waren es -18 Grad. Wahnsinn.

Damit war es in den Niederlanden kälter als in der Ukraine, wo das Schlimmste der Kälteperiode überstanden scheint. Im Baltikum aber führt der Winter noch ein extrem strenges Regiment. Dort wurden -34 Grad gemessen. In Lappland im Norden Finnlands fiel die Quecksilbersäule gar auf -40 Grad.

Andere Sorgen haben die Menschen auf dem Balkan. In Sarajevo, der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas, liegt mehr als ein Meter Schnee. Da ist ein Vorankommen kaum mehr möglich. Selbst an der kroatischen Küste in Split liegen 15 Zentimeter Schnee.

"Serbien im Kollaps", titelte die größte Zeitung 'Blic'. Das Boulevardblatt 'Press' spricht sogar von einer "Schnee-Apokalypse in ganz Serbien". Nach zwei Tagen heftigen Schneefalls liegt die weiße Pracht in vielen Landesteilen bis zu zwei Meter hoch. In der Hauptstadt Belgrad reichten 30 Zentimeter, um ein völliges Chaos anzurichten.

In Rom liegt mit 12 Zentimetern mehr Schnee als auf dem 2.000 Meter hoch gelegenen Passo Rolle in den Dolomiten.

Richtig kurios wird es aber jetzt: In Algerien liegt knapp ein halber Meter Schnee. In der 1.000 Meter hoch gelegenen Stadt Medea sind es 45 Zentimeter.

Solch ein kuriose Großwetterlage kommt nur alle zehn bis 20 Jahre vor.