Wintersemester wird Mix aus Digital- und Präsenzlehre

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03. Juni 2020 - 10:31 Uhr

Im Wintersemester 2020/2021 wird es an den rheinland-pfälzischen Universitäten und Hochschulen einen Mix aus digitalen und analogen Angeboten geben. Wegen der wohl auch im Herbst noch geltenden Corona-Auflagen könnten Präsenz-Lehrveranstaltungen voraussichtlich nur eingeschränkt stattfinden, teilte das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium am Mittwoch in Mainz mit. Die Hochschulen sollten individuelle Lösungen finden. In welcher Form Prüfungen zum Ende des Wintersemester im Februar 2021 abliefen, sei noch nicht abzusehen, hieß es.

Das derzeit laufende Sommersemester geht wegen der Corona-Pandemie digital über die Bühne. Die Hochschulen und Unis hätten innerhalb kürzester Zeit je nach Fachrichtung zwischen 75 und 100 Prozent der Lehre digital anbieten können. Dies sei "eine große Leistung von allen Beteiligten", sagte Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD). Um die digitale Lehre weiter auszubauen, werden laut Ministerium insgesamt 5,5 Millionen Euro über den laufenden Hochschulpakt zur Verfügung gestellt.

Der Vorsitzende der Landeshochschulpräsidentenkonferenz und Präsident der Uni Trier, Michael Jäckel, sagte: "Auf der einen Seite darf man durchaus stolz auf den Umfang und die Qualität des digitalen Angebots sein, auf der anderen Seite fehlen wichtige Orte des Studierens, beispielsweise die Bibliothek, ebenso die Campusatmosphäre insgesamt, die das akademische Leben nun einmal ausmachen." Erstsemester hätten ihre Uni noch gar nicht richtig kennenlernen können.

Im Wintersemester beginnen die Vorlesungen für Erstsemester in zulassungsbeschränkten Studiengängen am 2. November. Die Unis und Hochschulen des Landes sollten Start und Ende des Semesters aber flexibel gestalten können, um Anforderungen von spezifischen Studiengängen gerecht zu werden, hieß es.

Quelle: DPA