Winterreifen-Test 2014: Rutschgefahr besonders auf nasser Fahrbahn

28. Juli 2015 - 11:47 Uhr

Acht Mal "gut" und vier mal "mangelhaft"

Wer auch in der kälteren Jahreszeit sicher fahren will, der wechselt in den Herbstmonaten zu Winterreifen. Bei der Wahl der Reifen sollte aber Acht gegeben werden. Der ADAC und die Stiftung Warentest haben 28 Winterreifenmodelle getestet und kam zu dem Ergebnis: Acht Modelle wurden mit "gut" bewertet und vier fielen mit "mangelhaft" durch. Besonders große Unterschiede gab es dabei zwischen preiswerten Reifen und den großen Markennamen. Ganzjahresreifen sind laut den Experten zu keiner Jahreszeit zu empfehlen.

Winterreifentest 2014: Rutschgefahr besonders auf nasser Fahrbahn
Der ADAC und die Stiftung Warentest testeten auch dieses Jahr wieder 28 Winterreifenmodelle
© dpa, Oliver Berg

Der ADAC und die Stiftung Warentest haben die Winterreifen verschiedener Marken auf trockener, nasser, eisiger und verschneiter Fahrbahn, sowie hinsichtlich ihres Kraftstoffverbrauch und Verschleiß geprüft. In der größeren Dimension (195/65 R15T, passend für Audi A3, Opel Astra etc.) erhielten vier Modelle die Testnote "gut". Darunter der 'ContiWinterContact TS850', der 'Bridgestone Blizzak-LM 001', der 'Dunlop SP Winter Sport 4 D' und der 'Semperit Speed-Grip 2'. Auch in der kleineren Dimension (175/65 R14T, passend für Ford Fiesta, Renault Clio etc.) waren die Reifen der großen Marken wie Dunlop, Michelin und Firestone die Testsieger mit der Gesamtnote "gut".

Ganzjahresreifen sind von keiner Marke zu empfehlen

Durchgefallen sind in jeder Dimension jeweils zwei Modelle. In der kleineren Dimension erhielten der 'Cooper's WM SA-2' und der 'Star Performer' die Gesamtnote "mangelhaft". In der größeren Dimension fielen der 'Infinity Winter Hero INF 049' und der 'Achilles Winter 101' durch. Alle der durchgefallenen Reifenmodelle zeigten starke Schwächen auf nassen Fahrbahnen.

Neben den Winterreifen haben der ADAC und die Stiftung Warentest erstmals seit 2011 auch wieder vier Ganzjahresreifen getestet. Doch keines der Modelle konnte überzeugen: Zwei erhielten die Gesamtnote "ausreichend", die anderen beiden fielen mit "mangelhaft" durch. Grund dafür sind die Kompromisse, die eingegangen werden, um die Reifen ganzjahrestauglich zu machen. Diese bergen große Gefahren für die Verkehrssicherheit der Fahrer.

Fazit des Tester: Wer im Sommer und im Winter sicher fahren will, kommt um einen zweiten Reifensatz nicht herum.