Wintereinbruch und Frühlingssonne: Deutschland geteilt

Wegen eines erneuten Wintereinbruchs in großen Teilen Deutschlands kam es zu vielen Unfällen, wie hier auf der A2.
Wegen eines erneuten Wintereinbruchs in großen Teilen Deutschlands kam es zu vielen Unfällen, wie hier auf der A2.
© dpa, Andreas Eickhoff

09. Februar 2016 - 11:57 Uhr

Viele Unfälle auf glatten Straßen

Der Winter ist zurück – zumindest in Teilen des Landes. Ein langer Streifen von Schleswig-Holstein und Hamburg bis nach Sachsen liegt unter einer dichten Schneedecke. An der Nordseeküste am Wochenende sogar bis zu 10 Zentimeter Neuschnee. Bei etlichen Verkehrsunfällen kam es zu Verletzten und Todesopfern.

In Hamburg, wo vier Zentimeter Schnee fielen, hatte der Winterdienst die Lage weitestgehend im Griff, es kam kaum zu Unfällen. So genießen viele Menschen den Sonntag mit einer Schneewanderung oder beim Rodeln.

Heftiger Schneefall hatte schon am Samstag rund um Kassel für ein Verkehrschaos gesorgt. Innerhalb von drei Stunden seien etwa 50 Unfälle passiert, sagte ein Polizeisprecher aus Kassel. Drei Menschen wurden dabei leicht verletzt. Die Höhe des Schadens war nicht bekannt. Der Busverkehr wurde zeitweise eingestellt.

Frühling hier - Winter da

Die extremen Temperaturunterschiede werden vor allem in Nordrhein-Westfalen deutlich. Während die Menschen im äußersten Westen bei 15 Grad die frühlingshafte Sonne genossen, blieb in Ostwestfalen das Thermometer unter null Grad. Auf der A2 verursachte Schneetreiben und Glatteis eine Massenkarambolage mit mehreren Verletzten. Auch auf der Autobahn 44 ereigneten sich einige Unfälle.

In Niedersachsen starb ein Autofahrer auf der L832 zwischen Kampe und Harkebrügge bei einem Frontalcrash. Ein Sprinter geriet bei Schneematsch in den Gegenverkehr und prallte gegen den Wagen des Mannes. Der Insasse wurde eingeklemmt und war offenbar sofort tot. Besonders tragisch: Die Feuerwehr konnte die Leiche vor Ort nicht bergen. Nach Untersuchung durch einen Gutachter wurden die Fahrzeuge zur Feuerwehr nach Oldenburg gebracht - dort müssen die Kameraden die traurige Aufgabe übernehmen, den Pkw zu zerlegen, um die Leiche dann bergen zu können.