1. Advent trifft Schnee

Der Winter ist da: Offene Skilifte, Glätte-Unfälle, bezaubernde Schnee-Landschaften

28. November 2021 - 18:55 Uhr

Der Winter nimmt Fahrt auf

Es ist der erste (Früh-)Wintereinbruch der Saison bis runter ins Flachland. Begonnen hat er in der Nacht zum Freitag, um sich anschließend immer mehr auszubreiten. Bis Sonntagmorgen kamen in den Mittelgebirgen, aber besonders im Schwarzwald und an den Alpen, schon einige erwähnenswerte Schneehöhen zusammen. Im Sauerland im Westen sind zwei Skilifte geöffnet worden. Krass. Verkehrsbehinderungen und Unfälle gab's natürlich auch. Wintereinbruch und glatte Straßen gehören eben zusammen.

Schnee-Schwerpunkt im Südosten: Hier schneit es noch bis zum Nachmittag

Winter in Deutschland mit Schnee am 1. Advent - das passt!
Schnee am 1. Advent: Das lädt doch zu einem Winterspaziergang ein.
© wetter.de

Während bis Sonntagmorgen in den westlichen Mittelgebirgen kein großartiger Schneezuwachs mehr drin war, haben Schwarzwald und die Alpen mächtig zugelegt. Besonders im Südosten schneit es seit Samstagabend teils heftig. Und die Schneefälle gehen auch noch bis zum Nachmittag weiter.

  • Nebelhorn in den Allgäuer Alpen: 78 Zentimeter
  • Zugspitze: 40 Zentimeter
  • Feldberg im Schwarzwald: 22 Zentimeter
  • Freudenstadt im Schwarzwald: 13 Zentimeter
  • Kahler Asten im Sauerland: 9 Zentimeter
  • Bruchweiler im Hunsrück: 8 Zentimeter
  • Hersdorf-Weißenseifen in der Eifel: 7 Zentimeter
  • Feldberg im Taunus: 7 Zentimeter
  • Fichtelberg im Erzgebirge: 5 Zentimeter

Die Kehrseite der Winter-Medaille: Unfälle auf glatten Straßen

Kein Wintereinbruch ohne Glätteunfälle. Die Winterdienste hatten schon viel zu tun.
Winterzeit ist Unfallzeit: Schnee und Eis können die Straßen spiegelglatt machen.
© dpa, Philipp von Ditfurth, pvd sei

Kein Wintereinbruch oder kräftiger Schneefall ohne Verkehrsbehinderungen und Unfälle: Auf der A4 bei Eschweiler in Nordrhein-Westfalen hat ein Autofahrer auf der glatten Straße die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Das Auto schleuderte gegen eine Betonwand und dann gegen weitere Fahrzeuge. Die Beifahrerin starb vor Ort. Der Fahrer und zwei weitere Menschen sind schwer verletzt.

In Baden-Württemberg und in Hessen krachte es am späten Samstagabend und frühen Sonntagmorgen gleich mehrfach wegen Straßenglätte. In Mecklenburg-Vorpommern wurden auf der schneebedeckten A20 am Samstagabend zwei Frauen bei einem Unfall schwer verletzt. Und selbst im wintererfahrenen Berchtesgadener Land und Landkreis Garmisch-Partenkirchen ging auf mancher Straße nichts mehr. Dort ist es aber meist bei kleineren Rutschpartien geblieben, die glimpflich ausgingen.

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Zwei Lifte offen im Sauerland

Der Westen kann sich über die ersten Wintersport-Möglichkeiten freuen. Mit zunächst zwei Liften ist nämlich am Samstag in Winterberg im Sauerland der Skibetrieb angelaufen. "Das Wetter passt, die Leute verhalten sich vernünftig, es ist nicht zu voll - ein schöner, ruhiger und geregelter Testbetrieb", berichtete eine Sprecherin für das Skigebiet. Hoffentlich bleibt das so.

Unsere Frühwinterlage: Unwettertief trifft auf Polarluft

Und so kam der Winter nach Deutschland. "Unwettertief YILMAZ hat vom Mittelmeer her erste Wolken mit Schnee und Regen über die Alpen gedrückt, während von Norden Tief ANDREAS mit Polarluft aufzog. Das ist die Kombination, die uns den ersten Frühwintereinbruch bis ins Flachland gebracht", erklärt RTL-Meteorologe Björn Alexander.

Der Winter und seine schöne Seiten

Winter in der Eifel: Schafe im Schnee
Schnee in der Eifel, dazu Sonne - eher eine Seltenheit am Samstag. Es überwiegt tristes Grau.
© Ralph Sondermann

Wie viel Schnee wird denn insgesamt fallen?

Björn Alexander: "Im Bergland im Süden sind bis um die 30 Zentimeter drin. Die Mittelgebirge dürften gerne mal um die 5 bis 15 cm bekommen. Und selbst im Fachland sind weiße Überraschungen in Form der ersten Schneedecke der Saison durchaus wahrscheinlich."

RTL-Meteorologe Björn Alexander zum Winter in Deutschland

Das Bild zeigt den RTL-Meteorologen Björn Alexander
RTL-Meteorologe Björn Alexander
© wetter.de

Ist dieser Winterbruch nachhaltig?

Zumindest bis zu Beginn der kommenden Wetterwoche bis einschließlich Dienstag werde er uns wohl beschäftigen, weiß Alexander. "Zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember erwartet uns dann aber schon der nächste Wetterwechsel. Mit dem nächsten Tief kommt kurz mal mildere Luft heran, bringt Tauwetter und sorgt für ein erhöhtes Sturmpotenzial."

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