Das steht im Beschluss des Corona-Treffens am 16. November

Winter-Appell: Zu diesen Verhaltens- und Kontaktregeln ruft Merkel auf

17. November 2020 - 13:01 Uhr

Beratungen über Corona-Regeln am 16. November

Zwei Wochen nach Beginn des Teil-Lockdowns haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am 16. November erneut über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Der Beschluss des Treffens liegt RTL vor. Merkels Vorgaben, die Sie unten lesen können, sind nicht als Vorschrift, sondern eher als Appell zu verstehen.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Markus Söder im Video: Silvester macht mir Sorge

In derzeitiger Phase der Pandemie sollen Bürgerinnen und Bürger tatsächlich auch im privaten Bereich jenseits von Ge- und Verboten ihre privaten Kontakte in den kommenden Wochen noch einmal deutlich reduzieren, indem:


a) Personen mit Atemwegserkrankungen die seit Oktober wieder eingeführte Möglichkeit, sich telefonisch bei ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt krankschreiben lassen können, nutzen. Zuhause zu bleiben bis die akuten Symptome abklingen und sich auszukurieren ist medizinisch für die Heilung sinnvoll, auch wenn keine zusätzliche ärztliche Behandlung erforderlich ist. Die Ärztin bzw. der Arzt bespricht mit den Betroffenen auch, ob die Krankheitszeichen, insbesondere bei Fieber oder der Beeinträchtigung von Geruchs- oder Geschmackssinn, so relevant sind, dass eine Testung, Untersuchung oder eine weitergehende Behandlung erforderlich sind. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter der Telefonnummer 116117 immer erreichbar


b) sie auf private Feiern gänzlich verzichten


c) sie private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf einen festen weiteren Hausstand beschränken, das schließt auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein


d) sie auf freizeitbezogene Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr sowie nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren verzichten


e) sie auf nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr oder nicht notwendige Fahrten mit öffentlichen Beförderungsmitteln verzichten


f) sie Besuche insbesondere bei älteren und Personen aus der Risikogruppe nur dann unternehmen, wenn alle Familienmitglieder frei von jeglichen Krankheitssymptomen sind und sich in den Tagen davor keinem besonderen Risiko ausgesetzt haben

Das beinhaltet der Appell sozusagen:

  • Zuhause bleiben bei Symptomen
  • auf private Feiern verzichten
  • Auf Reisen verzichten
  • Besondere Vorsicht bei Risikopatienten und älteren Menschen

RTL-Reporterin im Video: Darum herrschte beim Corona-Gipfel Uneinigkeit

Das Thema Schule soll offenbar vertagt werden. Hier soll es laut einer geänderten Beschlussvorlage des Bundes zunächst keine Entscheidungen geben. In der ersten Version der Beschlussvorlage waren diverse Maßnahmen wie Maskenpflicht für alle Jahrgänge, feste Gruppen, halbierte Klassen oder auch der Einsatz von mehr Schulbussen vorgeschlagen worden.

Bund und Länder wollen voraussichtlich am 25. November entscheiden, ob die Maßnahmen vor Weihnachten verschärft werden müssen oder teils gelockert werden können. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatten mehrere Länder dafür plädiert, vor weitreichenden Entscheidungen eine weitere Woche abzuwarten.

Scharfe Kritik an den geplanten Maßnahmen übt die FDP: "Ich halte nicht viel davon, jetzt schon Verschärfungen zu diskutieren. Das macht keinen Sinn.", so FDP Generalsekretär Volker Wissing im RTL/ntv "Frühstart".

TVNOW-Dokus: Corona und die Folgen

Das Corona-Virus hält die Welt seit Wochen in Atem. Auf TVNOW finden Sie jetzt spannende Dokumentation zur Entstehung, Verbreitung und den Folgen der Pandemie.

Weitere Videos zum Thema Coronavirus finden Sie hier

Quelle: dpa, RTL.de