2018 M12 6 - 20:50 Uhr

Die Bundeswehr ist mit ihrer Klage gegen das mögliche Aufstellen mehrerer Windkraftanlagen in Hameln vor dem Verwaltungsgericht Hannover erfolgreich gewesen. Durch das für die Windräder geplante Gebiet läuft eine Ausbildungsstrecke für Hubschrauberpiloten der Bundeswehr - diese Tiefflugstrecke des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums der Bundeswehr sei zwingend notwendig, um den Verteidigungsauftrag zu erfüllen, teilte das Gericht am Donnerstag mitteilte. Es stehe den geplanten Windenergieanlagen daher entgegen.

Die Bundeswehr hatte in der Planungsphase zunächst nicht generell ausgeschlossen, einige von der Stadt Hameln geplanten Windkraftanlagen im Bereich der Strecke zu billigen. Die Stadt hatte insgesamt acht Anlagen geplant. Die Bundeswehr lehnte das Aufstellen von zwei Windkraftanlagen ab, drei südlich gelegenen Anlagen stimmte sie aber zu. Vor Gericht ging es jetzt um drei im nördlichen Stadtgebiet gelegene Anlagen, die nun nicht gebaut werden dürfen. Die Stadt Hameln hatte der Projektgesellschaft die Genehmigungen für das Aufstellen der drei Anlagen schon erteilt, obwohl Bundeswehr und Luftverkehrsbehörde nicht zugestimmt hatten.

Das Gericht entschied nun, dass die Windkraftanlagen bauplanungsrechtlich unzulässig seien, da ihrer Genehmigung der öffentliche Belang der Verteidigung entgegenstehe. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.

Quelle: DPA