Endlich tut sich etwas

Windeln fliegen über den Zaun: Kölner Horror-Familie terrorisiert Nachbarn

4. Dezember 2018 - 11:02 Uhr

Horror-Familie wirft mit benutzten Windeln

Müll, Lärm und Gewalt: Was die Bewohner eines Kölner Mehrfamilienhauses erleben müssen ist hart. Horror-Nachbarn terrorisieren die gesamte Nachbarschaft!

Sogar benutzte Windeln fliegen über den Zaun und in den Garten von Marita Hückeswagen. "Wenn Sie jeden Abend kaum zur Nachtruhe kommen, das ist eine ständige Lärmbelästigung. Das macht krank", erzählt sie uns.

RTL-Reporter konfrontierten die Horror-Nachbarn mit den Vorwürfen. Wie sie reagieren, sehen Sie im Video.

Situation eskaliert: Schläge vom Horror-Nachbarn

Auch andere Nachbarn beschweren sich. Zusammen haben sie sich mit einer Unterschriftenliste an die Behörden gewandt. Doch Hilfe kommt nicht. Inzwischen eskaliert die Situation zwischen den Bewohnern. Horror-Nachbar Daniel S. schlägt sogar gegen den Kopf eines anderen Nachbarn. Die Horror-Familie bestreitet alle Vorwürfe. Lange scheint die Situation ausweglos.

17 Monate lang zieht sich der Terror. Durch die erste RTL-Berichterstattung wird weiter Druck aufgebaut. Im September muss die Familie dann endlich ausziehen. "Das Protokoll der Hausgemeinschaft hat schlussendlich dazu geführt, dass der Richter gesagt hat: Die Leute müssen raus", sagt uns der Vermieter der Familie S. Frank Casel. Für Marita Hückeswagen kommt das alles zu spät. Sie verbindet mit ihrer Wohnung nichts positives mehr und will jetzt umziehen.

Wie Sie sich gegen nervige Nachbarn wehren können

Nachbarschaftsstreits sind keine Seltenheit. Lärm, Dreck oder einfach die falschen Pflanzen: Es gibt viele Gründe für einen Kleinkrieg zwischen Nachbarn. Damit Sie für einen solchen Fall gewappnet sind, haben wir mit Hans Jörg Depel vom Mieterverein Köln gesprochen. Im RTL-Interview gibt er drei Tipps bei störenden Nachbarn: 

  1. Schreiben Sie Protokolle: Depel empfiehlt Datum, Zeit und Vorfall zu notieren. "Theoretisch könnte man Lärmprotokolle sogar auf einem Bierdeckel fertigen. Aber hieraus sollte schon in 2-3 Sätzen klar hervorgehen, wann es täglich zu welchen Störungen gekommen ist", sagt der Pressesprecher des Mietervereins Köln. 
  2. Haben Sie Zeugen: Damit die Vorfälle nicht nur von Ihnen beschrieben werden, ist es hilfreich, wenn auch andere Personen die problematische Situation mitbekommen haben. Freunde oder Bekannte empfiehlt Depel aber nicht. "Es wäre sehr gut, wenn man Zeugen hat, die möglichst im gleichen Haus wohnen. Die können die Häufigkeit dann besser beweisen."
  3. Streitschlichtung aufsuchen: In den meisten Bundesländern gibt es Schiedsleute. Diese sind als neutrale Personen dafür da, Streitigkeiten außergerichtlich zu regeln. Denn, "wenn das erst einmal vor Gericht geht, dann ist es sowieso erst einmal vorbei." 

Im Gespräch mit RTL macht Hans Jörg Depel außerdem klar, wer eigentlich die Streitparteien sind. "Häufig wird das über den Vermieter ausgetragen, aber eigentlich ist es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Leuten." – Dennoch empfiehlt der Pressesprecher des Mietervereins Köln Probleme zumindestens dem Mieter zu melden. Nur dann kann am Ende bei regelmäßigen Vorfällen auch die Miete gemindert werden.