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Wimbledon-Schock: Roger Federer schon im Viertelfinale gescheitert

LONDON, ENGLAND - JULY 11:  Roger Federer of Switzerland wipes his forehead against Kevin Anderson of South Africa during their Men's Singles Quarter-Finals match on day nine of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at All England Lawn Tennis and C
Das war's! Roger Federer ist in Wimbledon draußen. © Getty Images, Bongarts, mb

Underdog schickt Federer nach Hause

Sensation auf dem "Heiligen Rasen" von Wimbledon: Rasenkönig Roger Federer ist bei den All England Championships in London völlig überraschend im Viertelfinale gescheitert. Der Grand-Slam-Rekordchampion unterlag trotz einer 2:0-Satzführung einem Außenseiter.

Federer vergibt Matchball

In einem mehr als vierstündigen Marathon-Match zog Federer trotz einer beruhigenden 2:0-Satzführung und eines Matchballs im dritten Durchgang gegen den Südafrikaner Kevin Anderson mit 6:2, 7:6, 5:7, 4:6, 11:13 den Kürzeren. Der 36-jährige Schweizer verpasste damit die Chance, sich in Wimbledon zum neunten Mal die Krone aufzusetzen und zum 21. Mal bei einem Major-Turnier zu triumphieren. Nach 4:13 Stunden verwandelte Anderson seinen ersten Matchball.

Erst Rekord, dann Pleite

Federer - der zum ersten Mal seit 2015 nicht in seinem "Wohnzimmer" auf dem Centre Court, sondern auf dem kleineren Court Nr. 1 antreten musste - hatte gegen den vor allem durch sein starkes Service gefährlichen Anderson zunächst noch auf Kurs gelegen.

Nachdem er mit seinen Satzgewinnen 33 und 34 in Serie die eigene Wimbledon-Bestmarke aus den Jahren 2005 und 2006 eingestellt hatte und sogar einen Matchball hatte, musste der achtmalige Champion erstmals wieder einen Durchgang abgeben.

Andersons Service setzt Federer schachmatt

LONDON, ENGLAND - JULY 11:  Kevin Anderson of South Africa celebrates winning match point against Roger Federer of Switzerland during their Men's Singles Quarter-Finals match on day nine of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at All England Lawn
Einmal im Leben Roger Federer schlagen: Kevin Anderson aus Südafrika hat es geschafft. © Getty Images, Bongarts, mb

Danach kippte das Match endgültig zugunsten des 32-Jährigen aus Südafrika. Am Ende eines packenden Duells und eines ewig langen fünften Satzes beendete der Aufschlag-Gigant Anderson (28 Asse) das Match mit einem Service-Winner. In der Vorschlussrunde trifft Anderson auf den Amerikaner John Isner, der Milos Raonic aus Kanada ausschaltete.

Nach 2:0-Satzführung hatte Federer zuvor erst viermal verloren, zuletzt vor sieben Jahren bei den US Open gegen Novak Djokovic.

Rafael Nadal trifft auf Novak Djokovic

Besser als Federer machte es dessen ewiger Rivale Rafael Nadal. Allerdings hatte auch der Weltranglisten-Erste allergroßte Mühe. Gegen den Argentinier Juan Martin del Potro lag Nadal schon 1:2 zurück, ehe der 17-malige Major-Sieger aufdrehte und seinen Kontrahenten letztlich mit 7:5, 6:7, 4:6, 6:4, 6:4 niederrang. 

Im Halbfinale muss Nadal gegen den einstigen Tennis-Dominator Novak Djokovic ran, der in Wimbledon zu alter Form zurückzufinden scheint. Der Serbe bezwang Kei Nishikori aus Japan 6:3, 3:6, 6:2, 6:2 und steht erstmals seit den US Open 2016 wieder in der Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers.

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