Sport
Aktuelle Sportnachrichten, Ergebnisse und Spielberichte

Wimbledon: Angelique Kerber steht im Finale - Serena Williams verhindert deutschen Tennis-Traum

Souverän ins Finale

Nach nur einer Stunde und acht Minuten schrie sie ihre Freude heraus: Angelique Kerber steht im prestigeträchtigen Finale von Wimbledon. Die 30-Jährige ließ ihrer Halbfinal-Gegnerin Jelena Ostapenko aus Lettland keine Chance - und könnte im Finale den dritten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere gewinnen. Im Endspiel trifft Kerber auf Serena Williams, die gegen Julia Görges den Traum eines deutschen Wimbledon-Endspiels platzen ließ.

Coole Kerber zeigt keine Nerven

Mit 6:3, 6:3 spielte sich Kerber letztlich souverän gegen Ostapenko ins Finale. Das Ergebnis ist deutlich, ein entspanntes Spiel war es für die Deutsche aber nicht. Vor allem zu Beginn des Matches tat sich Kerber schwer, ihren Rhythmus zu finden - und musste einigen Bällen hinterherschauen. Doch Kerber blieb cool und konnte den ersten Satz nach einer guten halben Stunde drehen, als sie mit 4:3 zum ersten Mal in der Partie vorne lag und sich schließlich den Durchgang sicherte.

Von da an lief alles für die Deutsche: In einem lange Zeit einseitigen zweiten Satz lag Kerber schnell 5:1 in Führung. Doch Ostapenko gab nicht auf, kämpfte - auch wenn sie am Ende keine Chance gegen die 30-Jährige hatte.

"Es war ein hartes Match, Jelena kämpft immer bis zum letzten Punkt", sagte Kerber nach dem Match. Sie steht nach 2016 zum zweiten Mal im Finale von Wimbledon und hat die Chance, als erste Deutsche seit Steffi Graf 1996 auf dem "Heiligen Rasen" zu triumphieren.

"Großartiges Gefühl"

"Es ist so ein großartiges Gefühl, wieder im Finale zu sein. Ich bin wirklich begeistert. Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe", sagte Kerber beim Verlassen des Centre Courts. "Ich bin wirlich glücklich und stolz, dass ich wieder in einem Grand-Slam-Finale bin. Dafür habe ich seit der Kindheit gearbeitet."​

Serena Williams zu stark für Julia Görges

Julia Görges
Julia Görges streckte sich gegen Serena Williams leider meist vergeblich nach der gelben Filzkugel. © deutsche presse agentur

Am Samstag trifft Kerber in einer Neuauflage des 2016er Endspiels auf Serena Williams (damals siegte die inzwischen 36-jährige Amerikanerin). Die Grand-Slam-Rekordsiegerin (23 Major-Titel) verhinderte durch einen Zweisatzsieg gegen Görges das erste deutsche Endspiel seit dem legendären Duell zwischen Boris Becker und Michael Stich 1991. Bei den Frauen hatten sich zuvor einzig 1931 Cilly Aussem und Hilde Krahwinkel im Finale gegenübergestanden.

Nach 1:12 Stunden verwandelte die nach einer Babypause im Vorjahr wieder voll auf der Höhe agierende Williams ihren ersten Matchball. Görges muss sich allerdings nicht grämen. Die 29-Jährige schafft beim Rasen-Klassiker in London erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier den Sprung ins Viertel- und dann sogar ins Halbfinale.

Mehr Sport-Themen