Wildunfälle nehmen im Herbst zu: So handeln Sie richtig

18. Oktober 2018 - 8:41 Uhr

Mit dem Herbst steigt auch wieder die Gefahr von Wildunfällen

Der Herbst hat in Deutschland Einzug gehalten. Da jetzt die Tage wieder kürzer und vor allem dunkler werden, bedeutet das auch, dass überall im Land wieder die Zahl an Wildunfällen ansteigen wird. Wir erklären, wie man sich bei Wildwechsel richtig verhält.

Schwerer Unfall in der Region Hannover

Bei einem Wildunfall in Sehnde in der Region Hannover ist ein 48-jähriger Autofahrer lebensgefährlich und seine 43-jährige Beifahrerin schwer verletzt worden. Die beiden seien auf einer Landstraße mit einem Wildtier zusammengestoßen und mit dem Auto gegen einen Baum geprallt, sagte ein Polizeisprecher. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto auf ein Feld geschleudert. Beide kamen am Donnerstag in ein Krankenhaus.

So verhalten Sie sich bei einem Wildunfall richtig

Wenn der Zusammenstoß nicht zu vermeiden ist, gehen Sie folgendermaßen vor:

- Auf keinen Fall ausweichen. Die Gefahren für Sie selbst (zum Beispiel durch einen Baumaufprall) und den Gegenverkehr oder nachfolgenden Verkehr sind bei Ausweichmanövern in der Regel gefährlicher als der Zusammenstoß mit dem Wild.

- Bremsen Sie möglichst stark ab und halten Sie das Lenkrad gut fest.

- Schalten Sie nach einem Zusammenstoß die Warnblinkanlage ein und sichern Sie die Unfallstelle ab. Das gilt auch für den Fall, wenn das Tier verletzt geflüchtet ist. Ganz wichtig: Bewahren Sie Ruhe!

- Informieren Sie die Polizei unter der Rufnummer 110 und geben Sie Ihren genauen Standort durch. In vielen Bundesländern muss bei einem Wildunfall zusätzlich noch ein Jäger informiert werden. Das übernimmt in der Regel die Polizei.

- Wenn Personen verletzt sind, wählen Sie die 112.

- Das tote Tier an den Randstreifen ziehen, damit keine Folgeunfälle passieren. Wegen eventueller Tollwutgefahr aber nicht mit bloßen Händen anfassen (Handschuhe!)

- Verletzte Tiere nicht anfassen, da sie sich wehren könnten.

- Warten Sie am Unfallort, bis die Polizei oder der Jäger da sind.

Das angefahrene Wild darf übrigens NICHT vom Unfallort entfernt werden. Wer dies tut, riskiert eine Anzeige wegen Wilderei. Dasselbe gilt auch für die Mitnahme verendeter Tiere für den eigenen Verzehr. Das darf nur der Jagdpächter.