Wildschweinplage auf Cottbusser Südfriedhof eingedämmt

04. Februar 2020 - 19:00 Uhr

Wildschweine sorgen in Brandenburg für wachsenden Ärger, in Cottbus gibt es im Kampf gegen die Tiere jetzt aber einen Erfolg zu vermelden: Mit verstärkten Zäunen und Betonstahlmatten ist es der Stadtverwaltung eigenen Angaben zufolge gelungen, die Plage auf dem Südfriedhof einzudämmen.

"Im Moment ist weitestgehend Ruhe", sagte Stadtsprecher Jan Gloßmann auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Trotzdem sei nicht ausgeschlossen, dass die Wildschweine wiederkommen. Die Tiere hatten seit dem Sommer immer wieder Gräber und Grünanlagen des Friedhofs zerwühlt. Seitdem wurden die Schutzmaßnahmen verstärkt.

In der Gemeinde Schipkau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) blieb man ebenfalls nicht tatenlos. Nach ihren Angaben erlegten die örtlichen Jäger im vergangenen Jahr 115 Schwarzkittel. "Noch nie wurden so viele Tiere geschossen", sagte Bürgermeister Klaus Prietzel. Die Gemeinde hatte das sogenannte Schwanzgeld um zehn Euro pro geschossenem Schwein erhöht. Seit einem Jahr arbeiteten Verwaltung und Jäger enger zusammen, doch die Tiere kämen immer wieder.

Eine weitere Maßnahme wurde Ende vergangenen Jahres in Stahnsdorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark) diskutiert: Dort sollen die Wildschweine mit Pfeil und Bogen gejagt werden. Die Gemeinde hatte angekündigt, beim Umweltministerium einen neuen Vorstoß zu unternehmen. Die Bogenjagd war als Alternative zur Jagd mit dem Gewehr in dem dicht besiedelten Gebiet ins Auge gefasst worden.

Quelle: DPA