Der eigenen Beute zum Opfer gefallen

Wilderer in Südafrika erst von Elefant zertrampelt, dann von Löwen gefressen

Im beliebten Krüger Nationalpark in Südafrika wurden der Schädel und die Hose eines Wilderers gefunden.
Im beliebten Krüger Nationalpark in Südafrika wurden der Schädel und die Hose eines Wilderers gefunden.
© dpa, Thomas Schulze

07. April 2019 - 17:19 Uhr

Drama im Krüger Nationalpark in Südafrika

Im beliebten Krüger Nationalpark in Südafrika wurden der Schädel und die Hose eines Wilderers gefunden. Laut Zeugen fand der Mann einen besonders grausamen Tod: Er wurde auf der Jagd zunächst von einem Elefanten zu Tode getrampelt und dann von mehreren Löwen gefressen.

Der Wilderer war mit Kollegen auf Nashorn-Jagd

Wie die Behörden der südafrikanischen Provinz Mpumalanga mitteilen, war der Wilderer mit vier weiteren Männern im Nationalpark auf einer illegalen Nashorn-Jagd. Bei einem Verhör verrieten sie der Polizei, was genau passiert ist.

Demnach hätten sie es auf ein bestimmtes Nashorn abgesehen, das sie töten wollten. Auf dem Weg dorthin wurde ihr Kollege aber plötzlich von einem Elefanten abgedrängt und totgetreten. Wohl aus Angst vor Konsequenzen, brachten sie die Leiche ihres Kumpels in die Nähe einer Straße, damit er von Angehörigen gefunden würde.

Aber dann wurde ein Rudel Löwen eher fündig: Sie fielen hungrig über den Toten her und am Ende blieben nur noch der Schädel und die Hose übrig. Das berichtet Park-Ranger Don English laut lokalen Medien.

Drei Wilderer wurden festgenommen

ARCHIV - 01.07.2010, Südafrika, Aquila-Wildreservat: Ein Löwe reisst sein Mail auf. Ein Rudel Löwen hat in Südafrika in der Nähe des bei Touristen beliebten Krüger-Nationalparks einen mutmaßlichen Wilderer zerfleischt. (zu dpa "Löwen in Südafrika fre
Löwen können im Krüger Nationalpark in freier Wildbahn beobachtet werden.
© dpa, Mohamed Messara, moh sam lof sab

Erst nachdem seine Familie ihn als vermisst gemeldet hatte, wurden die sterblichen Überreste in der Nähe der Krokodilsbrücke des Parks gefunden. Drei der vier Wilderer wurden nun festgenommen, zwei Jagdgewehre und Munition wurden sichergestellt.

Reservats-Direktor Philipps mahnte: "Das Betreten des Krüger-Nationalparks ist illegal und vor allem zu Fuß nicht klug. Es birgt viele Gefahren und dieser Vorfall ist ein Beweis dafür."