Wikileaks: Indien folterte Gefangene in Kaschmir

16. Februar 2016 - 9:34 Uhr

Indische Sicherheitskräfte haben nach Erkenntnissen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) hunderte Gefangene in Kaschmir gefoltert. Das geht aus einem am Freitag vom britischen 'Guardian' veröffentlichten Wikileaks-Bericht der US-Botschaft in Neu Delhi hervor, der als "geheim" eingestuft worden war.

Der IKRK-Vertreter berichtete der Botschaftsdepesche zufolge von Misshandlungen in Form von Schlägen bei 171 Gefangenen. 681 Gefangene seien auf verschiedene Arten gefoltert worden. Sie seien etwa mit Stromschlägen gequält oder sexuell missbraucht worden. Anderen seien die Beine in einem 180-Grad-Winkel gespreizt worden. Gefangene seien oft mehr als einer Form der Misshandlung ausgesetzt gewesen. Das IKRK sei zu dem Schluss gekommen, dass die Regierung in Neu Delhi Folter im indischen Teil Kaschmirs billige.