Wikileaks: Anwalt beklagt Haftbedingungen für Gefreiten

16. Februar 2016 - 9:34 Uhr

Der Anwalt des mutmaßlichen amerikanischen Wikileaks-Informanten Bradley Manning hat sich über die Haftbedingungen seines Mandanten beschwert. Der 23-jährige US-Obergefreite, der Geheimdokumente an die Enthüllungsplattform im Internet übergeben haben soll, werde im Militärgefängnis misshandelt. Er habe deswegen eine formelle Beschwerde eingereicht, schrieb Mannings Verteidiger David Coombs in seinem Interblog.

Der Verdächtige sei tagelang wegen angeblicher Selbstmordgefahr unter besondere Beobachtung gestellt worden, obwohl der Gefängnispsychologe dies nicht befürwortet hätte. Manning habe seine Zelle in dieser Zeit nicht verlassen dürfen und sich bis auf die Unterwäsche ausziehen müssen. Seine persönlichen Gegenstände seien ihm abgenommen worden, für lange Zeiträume auch seine Brille. Kissen und Decken seien ebenfalls entfernt worden.