Glückshormone und gestärktes Immunsystem

Wieso Kuscheln sogar vor Krankheiten schützt

22. Oktober 2021 - 15:40 Uhr

Na, Lust auf 'ne Runde kuscheln?

Der Herbst ist da – heißt also: Ab auf die Couch, unter die warme Decke und ganz viel kuscheln. Und dabei ist es völlig egal, ob mit dem Partner, dem Kind oder dem Haustier. Denn: Eine dicke Umarmung macht uns nicht nur glücklich, sondern schützt uns auch vor Krankheiten. Zu diesem Ergebnis kam der Leipziger Haptikforscher Dr. Martin Grunwald, der den Zusammenhang zwischen Körperkontakt und Glücksgefühlen untersuchte. Wie genau Schmusen unser Immunsystem stärkt, zeigen wir Ihnen im Video.

Expertin erklärt, warum Kuscheln so wichtig ist

Manchmal sehnen wir uns einfach nach einer dicken Umarmung, sei es mit Familienangehörigen oder Freunden. Und das ist nichts ungewöhnliches, wie Sandra Sangsari, Psychologin und Psychotherapeutin, im RTL-Interview erklärt: "Jede kleinste Umarmung hat einen Effekt. Bei der Geburt ist die Berührung unsere erste Sprache, die wir lernen. Weil der Tastsinn von allen Sinnen der Sinn ist, der am weitesten entwickelt ist. So lernen wir als erstes, unser Sein zu spüren, mit der Außenwelt zu kommunizieren und auch unsere Grundbedürfnisse nach Nähe und Wärme erfüllt zu bekommen."

Außerdem würden wir mit Berührungen Vertrauen und Zugehörigkeit verbinden. "Das sind alles Dinge, die wir als soziale Lebewesen brauchen. Und auch biochemische Prozesse werden angeregt." Dadurch seien wir unter anderem weniger anfällig für Krankheiten, sowohl körperlicher als auch psychischer Art.

Fehlende Nähe führt zu einem Ungleichgewicht

Frauchen umarmt ihren Vierbeiner
Auch das Kuscheln mit Tieren hilft, Glückshormone zu produzieren und unser Immunsystem zu stärken.
© imago images/Addictive Stock, Emma Ovin via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Sangsari erklärt weiter, wie wichtig Kuscheln für den Menschen sei. Denn fehle diese Art von Nähe und Wärme "gerät man in ein Ungleichgewicht, was sich in Störungen, was den Körper, was die Seele angeht, wiederum zeigen kann".

Übrigens: Wenn Sie keinen Kuschelpartner haben, reicht auch einfach nur ein Kuscheltier. "Es simuliert eben genau diese Wärme und Nähe", so die Psychologin. Na dann: Viel Spaß beim Schmusen! (iku/dbö)