Wiesinger hat nur noch "wenig Argumente"

© dpa, Daniel Karmann

13. November 2013 - 11:26 Uhr

Während sich HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga mit seinem Turbo-Dreierpack in die Geschichtsbücher ballerte, steht Trainer Michael Wiesinger in Nürnberg immer mehr im Abseits.

Alle Stimmen vom 8. Spieltag im Überblick:

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 1:1

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Wir haben gegen eine sehr starke Frankfurter Mannschaft gespielt, die zu Beginn überlegen war. In der zweiten Halbzeit haben wir alles gegeben und hatten die besseren Chancen, das Eigentor war sicher bezeichnend. Ich glaube schon, dass das Unentschieden am Ende verdient war."

Armin Veh (Trainer Frankfurt): "Die Gelb-Rote Karte war falsch. Eigentlich muss der Spieler die Gelbe Karte erhalten, der fünfmal abrollt. Wenn einer wirklich was hat, dann rollt er nicht fünfmal. Wir haben uns in den ersten 20 Minuten nicht richtig belohnt und riesige Torchancen vergeben. Am Schluss hatten wir noch die Chance zum 2:1."

1. FC Nürnberg - Hamburger SV 0:5

Michael Wiesinger (Trainer Nürnberg): "In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel gemacht, das 0:1 war bitter. Dann bekommst du einen Doppelpack und verlierst 0:5. Das war schon bitter. Es war eine verdammt harte Niederlage heute. Wir haben uns viel vorgenommen und dann gehst du mit der Klatsche weg. Ich muss jetzt auch für mich mal nachdenken. Ich hinterfrage mich auch selbst. So ein 0:5 ist brutal, da hast du wenig Argumente als Trainer. Es geht nicht um mich, der Club muss in die Spur kommen. Das Spiel heute war brutal emotional für mich."

Martin Bader (Sportdirektor Nürnberg): "Wir sind immer Fan davon gewesen, dass wir Verträge, die wir geschlossen haben, mit Leben füllen und dass wir zu unseren leitenden Angestellten mit einhundertprozentiger Überzeugung stehen. Das war heute ein richtiger Rückschlag. Den müssen wir aufarbeiten. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, die Wunden zu lecken. Das sind tiefe Wunden. Wir werden immer wieder Lösung finden, auch diesmal werden wir eine Lösung finden."

Bert van Marwijk (Trainer Hamburg): "Ich mag offensiven Fußball, aber da gehört auch taktische Disziplin dazu. Wir verlieren noch zu oft den Ball. Aber das wird immer besser. Ein 5:0 passiert nicht jede Woche. Es ist wichtig, dass das Selbstvertrauen zurückkommt. Mit dem Sieg geht das schneller. Lasogga ist ein unglaublich guter Junge, der viel arbeitet. Aber er ist auch ein guter Stürmer."

Pierre-Michel Lasogga (Hamburg): "Ich freue mich natürlich über den Hattrick. Das Wichtigste ist aber, dass wir als Mannschaft funktioniert haben. An so einem Tag klappt alles. Ich bin froh, jetzt hier beim HSV zu sein, habe hier eine super Mannschaft, die mich in Szene setzt. Ich brauche nur noch die Tore zu machen."

Bayer Leverkusen - FC Bayern 1:1

Trainer Sami Hyypiä (Trainer Leverkusen): "Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt. Wir haben das Spiel der Bayern in Manchester gesehen und uns gedacht, dass wir nur was holen können, wenn wir gut verteidigen. Uns war klar, dass wir nicht so viele offensive Aktionen haben. So wie Bayern gespielt hat, hätte das Ergebnis auch anders ausgehen können. Bernd Leno hat heute sehr gut gespielt. Mit dem einen Punkt können wir zufrieden sein."

Bernd Leno (Torwart Leverkusen): "Es war zu erwarten, dass ich so oft eingreifen muss, weil Bayern eine Über-Mannschaft ist. Wir haben bis zur letzten Sekunde um unser Leben gekämpft. Jeder Zweite hatte Krämpfe, wir haben uns den Punkt verdient. Ich war voll im Spiel, solche Spiele sind ein bisschen schöner, um sich auszuzeichnen. Spielerisch sind wir noch ein Stück von den Bayern weg. Die Bayern haben eigentlich komplett das Spiel gemacht, das muss man anerkennen. Spielerisch sind wir schon noch ein Stück weg"

Simon Rolfes (Kapitän Leverkusen): "Wenn du gegen Bayern spielst, ist es klar, dass du einen super Torhüter brauchst. Heute war er natürlich Weltklasse."

Pep Guardiola (Trainer Bayern): "Es war ein gutes Spiel, Glückwunsch an meine Spieler. Bayer Leverkusen ist eine sehr gute Mannschaft, in der Bundesliga und in der Champions League. Wir haben heute alles probiert, sehr gut gespielt, aber trotz 27 Torschüssen eben nicht gewonnen. Das ist manchmal so im Fußball. Wichtig ist aber, dass wir Tabellenführer sind. Wir stolz auf unsere Leistung und Vorstellung, haben sehr, sehr gut gespielt. Während meiner Zeit bei Bayern war es das beste Spiel."

Philipp Lahm (Kapitän Bayern): "Zum Fußball gehören Tore, das war der Grund für das Unentschieden. Wir hatten klare Möglichkeiten, aber haben sie nicht genutzt. Wir haben es phasenweise sehr gut herausgespielt. Da muss man das Tor einfach machen. Wir waren klar überlegen, schade, dass wir nach dem 1:0 das schnelle Gegentor bekommen haben."

Franck Ribery (Bayern): "Normal muss man das Spiel gewinnen, aber so ist Fußball. Wir haben einen Punkt und sind Tabellenführer. Wir haben gespielt wie ein Champion. Auf dem Oktoberfest wird es ein bisschen Party zusammen geben. Das ist auch wichtig."

Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 2:0

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wenn du 2:0 zu Hause gegen Dortmund gewinnst, dann ist das schon etwas. Nach der ersten Halbzeit ist es fast ein Wunder. In der ersten Halbzeit haben wir geschlafen und schlecht Fußball gespielt. Es war ein Wunder, mit 0:0 in die Kabine zu kommen. Wir haben viel zu langsam agiert, zu langsam gedacht. Ich habe in der Pause gesagt, dass wir die erste Halbzeit vergessen und endlich Fußball spielen müssen. Am Ende gewinnen wir unverdient, das können wir klar sagen."

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Das war ein ungewöhnliches Spiel. Diese Überlegenheit über einen langen Zeitraum schien in unseren Analysen nicht möglich, es war aber so. Wir haben den Gegner brutal unter Druck gesetzt, aber kein Tor geschossen. Aber wir hatten schon auch unseren Anteil an der Niederlage. Wir haben das Spiel offen und Gladbach am Leben gelassen. Es war die Situation da, die wir für uns entscheiden müssen. Das haben wir nicht getan. Den Schuh müssen wir uns anziehen. Aber so ist der Fußball: Solange der Gegner nicht geschlagen ist, hat er alle Möglichkeiten. Er war nicht geschlagen, sondern er war nur angeknockt und ist getaumelt. Aber wir haben den Sack nicht zugemacht, und dann kriegst du die zwei Dinger. Das fühlt sich im Moment wirklich sehr bescheiden an."

Kevin Großkreutz (Dortmund): "Das war eigene Doofheit. Wie wir Gladbach zunächst beherrscht haben, das war Wahnsinn. Der Frust ist riesengroß, das kann man nicht beschreiben."

Michael Zorc (Sportdirektor Dortmund): "Wir haben 80 Minuten dominiert, wie ich es selten gesehen habe. Aber am Ende haben wir es selbst verschuldet."

Schalke 04 - FC Augsburg 4:1

Kevin-Prince Boateng (Torschütze Schalke): "Das ist Schalke, oder? Wenn man nicht spielt wie Bayern oder Barcelona, schauen hier alle sehr genau hin und sind sehr kritisch."

Jens Keller (Trainer Schalke): "Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen und haben Augsburg mit einfachen Fehlern stark gemacht. Das Gegentor war fast zwangsläufig. Nach dem 2:1 haben wir das Spiel gut im Griff gehabt, nach der Halbzeit haben wir wieder etwas nachgelassen. Aber man darf nicht vergessen, dass wir sieben Spiele in 20 Tagen hatten und nicht so viele personelle Möglichkeiten haben."

Horst Heldt (Manager Schalke): "Was hängen bleibt, ist, dass es eine erfolgreiche Woche war. Die Pfiffe kann ich durchaus verstehen. Wir waren ein Mann mehr und haben kein berauschendes Spiel gemacht. Von daher kann ich das nachempfinden, es ist vollkommen in Ordnung. Aber in den vergangenen Wochen war unser Publikum sensationell. Von daher gibt es da nix zu mäkeln."

Julian Draxler (Schalke): "Das war keine große Zirkusnummer. Aber die drei Punkte standen über allem, von daher werden uns die Fans sicher verzeihen."

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): "Die Schlüsselszene des Spiels hat jeder gesehen. Bis zu dem Platzverweis und Elfmeter waren wir gut im Spiel. Wir haben geführt, hatten zwei oder drei weitere Szenen, die Zuschauer haben schon ersten Unmut geäußert. Dass Schalke mit dem Ausgleich und einem Mann mehr wieder in der Spur war, war klar. Leider hatte der Schiedsrichter nicht den Mumm, uns auch einen Elfmeter zu geben. Ich hätte mal hören wollen, was die Zuschauer gemacht hätten, wenn das 2:2 gefallen wäre."

VfL Wolfsburg - Eintracht Braunschweig 0:2

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): "Das ist eine Riesen-Enttäuschung nicht nur für die Leute da draußen, sondern auch für die Mannschaft. Wir hatten uns für das Derby viel vorgenommen und haben das auch in den ersten 25 Minuten gut gemacht. Dann wurde es unruhig, Unkonzentriertheiten kamen dazu. Wir haben es nicht verstanden, ein Tor zu erzielen, auch wenn wir gefühlte 50 Chancen gehabt haben. Dieses Ergebnis ist ein Rückschlag, wir haben heute einfach kopflos agiert."

Torsten Lieberknecht (Trainer Braunschweig): "Heute ist es uns das gelungen, was wir uns eigentlich für alle Bundesliga-Spiele erhofft hatten. Wir haben 90 Minuten nahezu fehlerfrei gespielt und eine gute Grundordnung gezeigt. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Die Mannschaft hat sich mit dem 1:0 selbst belohnt, danach kam Ruhe in unsere Aktionen. Die Jungs sind in allen Bereichen heute über sich hinausgewachsen. Momentan sind wir wie das kleine gallische Dorf. Und heute hat das gallische Dorf verdient gewonnen. Wir haben physisch und taktisch eine außergewöhnliche Leistung geboten, doch jetzt heißt es wieder: Grübeln, Grübeln, Grübeln. Darüber, wie wir unseren nächsten Gegner Schalke besiegen können. Das Grübeln hört nicht auf. Diese Woche hat sich das Grübeln gelohnt."

Lieberknecht über seinen angedeuteten Rücktritt von letzter Woche: "Es hat anscheinend geholfen. Ich habe das öffentlich getan, weil es nicht verwerflich ist, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Es ist nicht gesund, es in sich hinauszufressen. Dass ich damit Emotionen getroffen habe, war nicht bewusst gemacht. Ich habe aber anscheinend etwas erreicht, das heute erfolgreich war."

Karim Bellarabi (Torschütze Braunschweig): "Das ist ein ganz besonderer Tag für den gesamten Verein."

FSV Mainz 05 - 1899 Hoffenheim 2:2

Thomas Tuchel (Trainer Mainz): "Wir sind gut ins Spiel gekommen. Dann wird eine Elfmeter-Situation zum wiederholten Mal in der noch jungen Saison nicht für uns ausgelegt, anschließend kriegen wir dann auch noch die zwei Tore. Dennoch war immer der Willen zu spüren. Wir haben uns nicht hängen lassen. Es ist auf jeden Fall eine Leistung, die Körpersprache beizubehalten. Wir haben gesagt: Spiele sind nicht entschieden, vor allem nicht gegen Hoffenheim in dieser Saison. Spiele sind nie verloren und sind nie gewonnen. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie den Glauben auch gelebt hat. Das war wichtig für unser Seelenheil. Wir können etwas entspannter in die Länderspiel-Pause gehen. Aber wir dürfen nicht den Fehler machen, nun im Glücksrausch des späten Ausgleichs alles schönzureden."

Tuchel über Heinz Müller: "Er hätte bei den Treffern zur Stelle sein sollen. Den ersten sollte er, denn zweiten kann er halten. Ich bin im Normalfall kein Freund davon, dass die Torhüter nach vorne rennen. Diesmal ging es zum Glück gut aus."

Tuchel zum nächsten Spiel gegen Bayern: "Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir verlieren. Also müssen wir uns frei von Serien machen. Schade, dass nun die halbe Mannschaft weg ist. Wir hätten über unangenehme Wahrheiten sprechen und den Finger in Wunde legen können."

Nikolce Noveski (Mainzer Torschütze über sein kurioses Tor zum 2:2): "Irgendwie ging der Ball rein."

Heinz Müller (Mainzer Torwart über seine Kopfballvorlage vor dem 2:2): "Als das Tor gefallen ist, wäre ich am liebsten aus dem Stadion gerannt. Das ist nicht mit Worten zu beschreiben. Es ist glücklich, dass ich den Kopfball kriege und er am Ende noch reingeht. Aber wir haben den Punkt über den Willen und die Courage der Mannschaft in der zweiten Halbzeit geholt. Das war ein Riesenschritt für uns und ist Gold wert. Der Ballast auf jedem Spieler war deutlich zu spüren, aber die zweite Halbzeit könnte als Symbol für einen Neuanfang stehen."

Harald Strutz (Clubboss Mainz): "Der Punkt fühlt sich an wie ein Sieg. Er ist unglaublich wichtig für die Moral der Mannschaft. Ich spüre eine große Erleichterung, eine Niederlage wäre fatal gewesen."

Markus Gisdol (Trainer Hoffenheim): "Das ist schwer zu verdauen. Wir haben über weite Stecken ein gutes Spiel gemacht, dann verteidigen wir nachlässig und wecken den Gegner durch das 1:2. Am Ende stehen wir gefühlt mit leeren Händen da, obwohl wir wieder einen großen Aufwand betrieben haben. Das ist total ärgerlich. Wir haben uns den Sieg über 75 Minuten hart erarbeitet und dann in 15 Minuten alles hergeschenkt. Das müssen wir schonungslos angehen, denn das dürfen wir nicht durch die ganze Saison schleppen."

Lieberknecht: "Grübeln geht weiter"

Torsten Lieberknecht will weiter grübeln.
Torsten Lieberknecht will weiter grübeln.
© Bongarts/Getty Images, Bongarts

VfL Wolfsburg - Eintracht Braunschweig 0:2

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): "Das ist eine Riesen-Enttäuschung nicht nur für die Leute da draußen, sondern auch für die Mannschaft. Wir hatten uns für das Derby viel vorgenommen und haben das auch in den ersten 25 Minuten gut gemacht. Dann wurde es unruhig, Unkonzentriertheiten kamen dazu. Wir haben es nicht verstanden, ein Tor zu erzielen, auch wenn wir gefühlte 50 Chancen gehabt haben. Dieses Ergebnis ist ein Rückschlag, wir haben heute einfach kopflos agiert."

Torsten Lieberknecht (Trainer Braunschweig): "Heute ist es uns das gelungen, was wir uns eigentlich für alle Bundesliga-Spiele erhofft hatten. Wir haben 90 Minuten nahezu fehlerfrei gespielt und eine gute Grundordnung gezeigt. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Die Mannschaft hat sich mit dem 1:0 selbst belohnt, danach kam Ruhe in unsere Aktionen. Die Jungs sind in allen Bereichen heute über sich hinausgewachsen. Momentan sind wir wie das kleine gallische Dorf. Und heute hat das gallische Dorf verdient gewonnen. Wir haben physisch und taktisch eine außergewöhnliche Leistung geboten, doch jetzt heißt es wieder: Grübeln, Grübeln, Grübeln. Darüber, wie wir unseren nächsten Gegner Schalke besiegen können. Das Grübeln hört nicht auf. Diese Woche hat sich das Grübeln gelohnt."

Lieberknecht über seinen angedeuteten Rücktritt von letzter Woche: "Es hat anscheinend geholfen. Ich habe das öffentlich getan, weil es nicht verwerflich ist, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Es ist nicht gesund, es in sich hinauszufressen. Dass ich damit Emotionen getroffen habe, war nicht bewusst gemacht. Ich habe aber anscheinend etwas erreicht, das heute erfolgreich war."

Karim Bellarabi (Torschütze Braunschweig): "Das ist ein ganz besonderer Tag für den gesamten Verein."

VfB Stuttgart - Werder Bremen 1:1

Thomas Schneider (Trainer Stuttgart): "Ich bin mit dem Spiel sehr, sehr zufrieden, die Art und Weise war sehr gut, nur das Ergebnis hat nicht gepasst. Wir hatten die absolute Spielkontrolle und haben viele Chancen herausgearbeitet. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Das war richtig großer Sport, nur die Punkte fehlen. Man kann nicht erwarten, dass wir so kreativ spielen wie der FC Bayern. Das einzige, was nicht gepasst hat, war das Ergebnis."

Schneider auf die Frage, wie lange er noch im T-Shirt am Seitenrand stehen wird: "Bis mir kalt wird."

Christian Gentner (Kapitän Stuttgart): "Das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend. Der Rest ist durchweg positiv."

Martin Harnik (Stuttgart): "Wir haben zwar schon den einen oder anderen Punkt liegen lassen, aber noch kein Spiel verloren, seitdem der neue Trainer da ist. Grundsätzlich glaube ich, dass wir zu alter Stärke zurückfinden."

William Kvist (Stuttgart): "Die letzte Konsequenz hat gefehlt."

Ibrahima Traore (Stuttgart): "Die haben eine Chance gehabt und das Tor gemacht. Das ist schade, weil wir so viel investiert haben in das Spiel."

Robin Dutt (Trainer Bremen): "Stuttgart war eindeutig die spielbestimmende Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben sie unglaublichen Druck ausgeübt, da hätten wir uns über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Die Mannschaft hat aber ihr Versprechen eingelöst und die Mentalität gezeigt, um jeden Punkt zu fighten. Wir sind dort, wo wir uns momentan nicht unwohl fühlen. Wir stehen am Anfang unseres Weges."

Sebastian Mielitz (Torwart Bremen): "Wir haben leidenschaftlich gekämpft und den Fans gezeigt, dass wir jeden Grashalm umgraben wollen."

Hannover 96 - Hertha BSC 1:1

Mirko Slomka (Trainer Hannover): "Die Verletzung von Didier Ya Konan war ein bitterer Schlag für uns. Er hat bis dahin richtig gut gespielt. Das hat uns richtig weh getan, so viele Stürmer haben wir schließlich nicht. Danach hatten wir nach vorne nicht mehr den Zugriff. In der zweiten Halbzeit haben wir uns kaum noch Chancen erarbeitet, da konnten wir vorne die Bälle nicht mehr so gut halten."

Christian Schulz (Torschütze Hannover): "Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht mehr gut gemacht. Wir waren aber auch geschockt von Ya Konans Verletzung. Das 1:1 war gerechtfertigt."

Jos Luhukay (Hertha Trainer): "Das war ein fantastisches Tor von Ronny. Da lag sicher auch ein Stück Frust mit drin. Er kann das, das hat er letzte Saion oft genug bewiesen. Diese Qualität ist vielleicht einzigartig. In der zweiten Halbzeit haben wir mit unglaublichem Tempo nach vorne gespielt. Für den Aufwand, den wir betrieben haben, war das hochverdient. Wir haben richtig gut Fußball gespielt."

Michael Preetz (Manager Hertha): "Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Wir kommen aus der zweiten Liga und haben bei einer sehr heimstarken Mannschaft ein Klasse-Spiel gemacht. Aufgrund der Spielanteile und des Chancenverhältnisses hätten wir aber durchaus auch gewinnen können."