Wiesbaden: Frühgeborene in Klinik infiziert

16. Februar 2016 - 9:32 Uhr

Vier Frühgeborene haben sich in einem Wiesbadener Krankenhaus mit gefährlichen Keimen infiziert. Eins der Kinder habe zeitweise in Lebensgefahr geschwebt, mittlerweile seien alle Babys in stabilem Zustand, sagten Ärzte an der Horst-Schmidt-Klinik (HSK). Die Frühgeborenen-Intensivstation K 12 wurde geschlossen. "Wir haben noch nie so einen Keim auf unserer Station gehabt", sagte der Leiter der Kinderklinik, Markus Knuf.

Vermutlich sei auch ein fünftes Kind mit dem Keim 'Klebsiella pneumoniae' infiziert. Knuf sprach von einem Darmkeim, der schwere Blutvergiftungen auslösen könne. Die Übertragung erfolge durch Schmierinfektion. Wahrscheinlich habe die Mutter eines Kindes den Erreger eingeschleppt.