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Wien: Vater quält Leonie (2) unter der Dusche zu Tode

Wien: Vater quält Leonie (2) unter der Dusche zu Tode

Schwerste Verbrennungen

Zwei Wochen lang kämpften die Ärzte in einer Wiener Klinik um Leonies Leben. Die schweren Verbrennungen konnte der kleine Körper nicht verkraften, Leonie starb am Montagmittag an multiplem Organversagen.

Kind unter der Dusche zu Tode gequält
Die kleine Leonie erlag am Montag ihren schweren Verletzungen.

"Das Mädchen ist zunächst in wachem Zustand zu uns gekommen. In weiterer Folge ist leider Gottes der Gesamtzustand des Kindes jeden Tag schlechter geworden", sagt Lothar Mayerhofer, ärztlicher Klinik-Leiter.

Familie war dem Jugendamt bekannt

Leonies Vater, der 26-jährige Alexander S., behauptet, er habe versehentlich das etwa 60 Grad heiße Wasser über seine kleine Tochter laufen lassen, drei Sekunden später wieder abgedreht. Das aber reicht schon, um ein Kind lebensgefährlich zu verbrühen: "Je kleiner das Kind ist, umso empfindlicher ist es. Und wir wissen aus Studien: Wenn nur zehn Prozent der Körperoberfläche betroffen sind, dann ist das Kind schwer krank", erklärt Kinderärztin Dr. Skadi Springer.

Das Jugendamt kannte die junge Familie, in der noch ein sieben Monate altes Baby und ein sechs Jahre alter Junge leben. "So wie sich's jetzt darstellt, hat die Mutter diese Erziehungsmaßnahmen des Vaters hingenommen und toleriert und sich nicht wirklich massiv dagegen gewehrt", sagt Herta Staffa vom Jugendamt Wien.

Leonies Geschwister sind weiter bei der Mutter. Ihr Vater darf nicht zu ihnen. Für seine 'Strafdusche' und Leonies qualvollen Tod drohen ihm nun zehn Jahre Haft.