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Wien nach dem Terroranschlag: An Normalität ist nicht zu denken

"Die ganze Stadt ist in Alarmbereitschaft"

Wien nach dem Anschlag: An Normalität ist nicht zu denken

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03.11.2020, Innere Stadt, TERROR IN WIEN, Spuren des Anschlag in Wien im Bild: Trauer Bekundung, Am Schwedenplatz, ***
www.imago-images.de, imago images/K.Piles, Kurt Piles / Imago / Wien via www.imago-images.de

Attentat in Wien: Schlimmster Anschlag in Österreich

Die Stadt Wien steht unter Schock. Bei dem schlimmsten Anschlag in der jüngeren österreichischen Geschichte wurden am Montag vier Menschen getötet, mindestens 22 weitere verletzt. Der Angreifer, der Islamist Kujtim F. , wurde zwar erschossen, doch die Aufklärung der schrecklichen Tat wird noch andauern. In der sonst so pulsierenden österreichischen Hauptstadt ist Stille und Trauer eingekehrt – auch, weil der Anschlag zu einem besonders perfiden Zeitpunkt kam.

Oberflächliche Normalität kehrt ein - doch die Spuren lassen sich nicht einfach verwischen

Die Wiener Schülerinnen und Schüler waren heute wieder in der Schule, die meisten Geschäfte haben wieder geöffnet. Doch an einen Alltag, mit oder ohne Corona-Pandemie, ist zwei Tage nach dem Angriff nicht zu denken. „Man ist noch weit weg von Normalität“, schildert RTL-Reporterin Christina Lachnitt die Stimmung vor Ort, „überall stehen bewaffnete Militärpolizisten, Polizeibeamte laufen durch die Stadt. Ich denke, dass Wien immer noch in Alarmbereitschaft ist.“

Im Wiener Ausgehviertel rund um die Seitenstettengasse, wo der Anschlag war, wurden noch am Mittwoch letzte Spuren des Attentats beseitigt. „Da standen noch Gläser auf den Tischen, eine Wirtin hat vor ihrer Bar mit Wasser die letzten Blutspuren weggespritzt“, so die RTL-Reporterin.

 03.11.2020, Innere Stadt, TERROR IN WIEN, Spuren des Anschlag in Wien im Bild: Trauer Bekundung, Tatort Spuren, Ermordung eines Opfer, Restaurant Salzamt, Salzgasse *** 03 11 2020, Innere Stadt, TERROR IN VIENNA, traces of the attack in Vienna in th
Der Angriff hat Spuren hinterlassen - während des Attentats brachen Hunderte Menschen überstürzt auf, wo sie zuvor noch friedlich gegessen und geredet hatten.
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Eine Frau fing an zu weinen, als sie am Tatort vorbeiging

Auch wenn man in Kürze nichts mehr von dem Attentat sehen wird – in den Köpfen und Herzen der Menschen hat es tiefe Spuren hinterlassen. „Eine Dame ist am Tatort vorbeigelaufen und hat angefangen zu weinen“, schildert RTL-Reporterin Lachnitt. Alles in allem herrsche immer noch eine „sehr bedrückte Stimmung“.

Kanzler Kurz besucht Anchlagsort Kranz in Wien niedergelegt
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Der Angriff hat Wien bis ins Mark erschüttert. Wo am Montagabend Menschen ein letztes Mal vor dem coronabedingten Lockdown trinken, essen und Spaß haben wollten, wurden sie aus ihrem Alltag oder sogar aus ihrem Leben gerissen.

Doch in all dem Schrecken steckt auch ein bisschen Hoffnung. Während und nach dem Attentat gab es unter den Wienern eine Welle der Solidarität. Augenzeugen retteten andere Menschen vor weiteren Schüssen – unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Auch die Polizei bedankte sich am Mittwoch auf Twitter bei den Wienern für ihre Anteilnahme und die Unterstützung bei den Ermittlungen : „Es ist nicht umsonst die lebenswerteste Stadt der Welt“, hieß es auf dem Twitter-Kanal der Behörde.