Wieder resistente Keime bei Frühchen in Bremen

16. Februar 2016 - 9:22 Uhr

Im Bremer Klinikum-Mitte, wo sich seit April 2011 mehrere Neugeborene mit einem multiresistenten Darmkeim angesteckt hatten und drei Babys an der Infektion gestorben waren, sind erneut derartige Keime bei zwei Frühchen entdeckt worden. Die Frühgeborenen seien aber gesund und würden keine Infektionszeichen aufweisen, sagte eine Kliniksprecherin. Der Junge und das Mädchen seien vor gut einer Woche zur Welt gekommen und nun isoliert worden. Bei einem dritten Frühgeborenen steht das Laborergebnis der Routineuntersuchung noch aus. Dieses Kind wurde auf der Station isoliert.

Alle anderen Kinder sind den Angaben zufolge in den vergangenen zwei Tagen negativ getestet worden. Insgesamt liegen auf der Frühgeborenen-Intensivstation noch sieben Frühgeborene. Bei der Routineuntersuchung wurden ESBL-Klebsiellen nachgewiesen. Das sind den Angaben zufolge Keime, die bestimmte Resistenzen gegen Antibiotika aufweisen. Derzeit werde noch untersucht, ob es sich dabei um Keime eines identischen Stammes handelt. Die Klinik habe vorsorglich umfangreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.