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Wieder einmal am Stauende: LKW rast auf A3 in Reisebus - zwei Tote

Lkw drückt Reisebus in anderen Lastwagen
Lkw drückt Reisebus in anderen Lastwagen Schwerer Unfall am Stauende 01:35

Tödlicher Auffahrunfall in Hessen

Ein LKW, der bei hoher Geschwindigkeit ein Stauende nicht oder nur zu spät bemerkt und dann auf die vor ihm stehenden Wagen kracht. Dieses Szenario hat sich in den letzten Jahren zu einer schrecklichen Regelmäßigkeit auf deutschen Autobahnen entwickelt. Dieses Mal lag der Schauplatz auf der Autobahn 3 nahe Limburg, in Hessen.

Bus- und Lastwagenfahrer sterben

Ein Lastwagenfahrer übersah ein Stauende, raste in einen Reisebus, der vor ihm stand und schob den Bus in einen anderen Lkw. Der Busfahrer und der Fahrer des vorderen Lastwagens kamen ums Leben. Der Unfallverursacher kam mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus. Die Flixbus-Passagiere überlebten den Aufprall, viele wurden aber ebenfalls verletzt. An Bord seien neben dem Fahrer 14 Reisende gewesen, teilte das Unternehmen mit. 

Nach dem folgenschweren Unfall zwischen Bad Camberg und Limburg-Süd bildeten sich kilometerlange Staus. Dabei ereignete sich noch ein weiterer Unfall. Diesesmal war es ein Autofahrer, der das Stauende zwischen Niedernhausen und Idstein zu spät bemerkte. Er raste in einen Lkw und starb. 

Wie lassen sich solche Unfälle besser vermeiden.

Um solche schweren Unfälle zu vermeiden, fordert der Automobilclub von Deutschland (AvD) mehr Kontrollen. Lkw-Fahrer stünden wegen ihres eng getakteten Zeitplans enorm unter Druck, sagte AvD-Sprecher Herbert Engelmohr. "Die Wildwest-Situation auf den Autobahnen darf nicht zu Lasten des Pkw-Fahrers gehen", sagte Engelmohr. Er sprach sich auch für die Einführung automatischer Notbremsassistenten für Lkws aus. Die sind bisher nur für Neufahrzeuge vorgeschrieben, könnten dann aber immer noch manuell abgeschaltet werden. Außerdem müssten mehr Güter auf der Schiene anstatt auf der Straße transportiert werden. 

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