Wieder 600 Wildkatzen in Thüringen

Eine Wildkatze läuft über einen Stamm. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Eine Wildkatze läuft über einen Stamm. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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14. Mai 2022 - 12:30 Uhr

Hörselberg-Hainich/Hütscheroda (dpa/sa) - In Thüringen sind Wildkatzen wieder heimisch geworden. Derzeit leben laut Umweltministerium etwa 600 Tiere im Freistaat, wie das Umweltministerium am Samstag mitteilte. Im Nationalpark Hainich haben auf rund 75 Quadratkilometern Fläche aktuell etwa 40 Tiere ihr eigenes Revier. Für die gefährdete Art sei der Hainich eines der Hauptverbreitungsgebiete in Deutschland. Mit seiner Lage und wilden Unberührtheit sei der Landstrich auch einer der wichtigsten Regionen für die Wiederausbreitung der Wildkatze.

Mehr Wissen über die Tiere und deren Bedürfnisse zu vermitteln, habe sich auch das 2012 eröffnete "Wildkatzendorf Hütscheroda" des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) zum Ziel gesetzt. Mit dem dortigen Wildkatzengehege, den Wanderpfaden und Monitoringprojekten engagiere es sich seit Jahren hervorragend, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Themendorfes am Samstag.

Ferner konnten im Freistaat laut Ministerium durch ein systematisches Fotofallenmonitoring auch in den Waldgebieten des Vorharzes sowie in den Landkreisen Eichsfeld und Nordhausen viele Wildkatzen nachgewiesen werden. Für den Lebensraum der Tiere sei es wichtig, sogenanntes Totholz im Wald zu belassen, Waldlichtungen zu erhalten und Flächen, die an Wiesen grenzen, wieder herzustellen. Davon würden auch andere Arten wie Fledermäuse, Vögel und Insekten profitieren.

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Quelle: DPA