Gekrabbel im Badezimmer?

Wie Sie Silberfischchen schnell loswerden

Silberfische sind lästig, aber nicht schädlich.
Silberfische sind lästig, aber nicht schädlich.
© Getty Images/iStockphoto, Henrik_L

02. September 2021 - 12:40 Uhr

Harmlos, aber unappetitlich: Silberfische

Diese kleinen, flinken und silbrigen Insekten, die manchmal über den Badezimmerboden wuseln, kennen viele von uns. Silberfische tun uns zwar nichts, aber das Gefühl, ungebetene Gäste zu haben, ist nicht besonders schön. Wir erklären Ihnen, warum Sie sich bei Ihnen häuslich eingerichtet haben, was Sie dagegen tun und wie Sie einem erneuten Befall vorbeugen können.

Silberfische sind keine Schädlinge

Mit Fischen haben Silberfische nichts zu tun - es handelt sich um Insekten. Genauer gesagt sind Fischchen eine Ordnung der Insekten. Man nennt sie auch Silberfischchen, weil sie mit Ihrem stromlinienförmigen, silbrigen Aussehen und ihren schwimmähnlichen Bewegungen kleinen Fischen ähneln. Silberfische sind keine Schädlinge, die Krankheiten übertragen oder zu Unwohlsein beim Menschen führen. Trotzdem sollte man sich bemühen, die Tierchen schnell wieder loszuwerden.

Hohe Luftfeuchtigkeit ist ein Paradies für Silberfische

Wenn Sie Silberfische in Ihrer Wohnung finden, hat das selten etwas mit mangelnder Hygiene zu tun. Silberfischchen finden in Wohnhäusern optimale Lebensbedingungen und nisten sich daher gerne ein. Vor allem Räume wie das Badezimmer oder die Küche bieten ihnen ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Sie fressen alles Mögliche - Lebensmittel, Bücher, Textilien, Hausstaubmilben und Schimmelpilze. Außerdem mögen sie es am liebsten warm bei einer Raumtemperatur zwischen 20 und 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit.

Silberfische sind nachtaktive Tiere und verkriechen sich tagsüber in Ritzen zwischen Dielen oder hinter kaputten Tapeten. Meist kommen sie durch Abwasserleitungen ins Bad. Sollten Sie vermehrt Silberfische finden, kann das auf Schimmelbefall hinweisen. Wichtig ist, die Tiere nicht nur zu beseitigen, sondern auch die Ursachen wie Schimmel oder schlechte Belüftung zu klären.

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Das können Sie gegen Silberfischchen tun

Es gibt einige Hausmittel, die gut wirken, wenn Sie eine überschaubare Anzahl an Silberfischchen in einem Raum haben. Bei einer regelrechten Plage sollten Sie aber zu härteren Mitteln greifen.

Bestreichen Sie ein Stück Zeitung dünn mit Honig und legen Sie es über Nacht in den betroffenen Raum (es gibt aber auch fertige Klebefallen*, die Sie nur noch auslegen müssen). Silberfischchen lieben stärke- und glukosehaltige Lebensmittel, daher werden sie auf die Zeitung krabbeln und festkleben. Ähnliches können Sie bewirken, indem Sie eine halbe, gekochte Kartoffel auf einer Plastiktüte auslegen. Die Silberfische werden an der Kartoffel fressen und sich daraufhin in die Tüte verkriechen. Beide Fallen sollten Sie am nächsten Morgen entsorgen.

Falls der Befall schon zu stark sein sollte, können Sie auch zu anderen Mitteln aus der Drogerie greifen. Eine spezielle Köderbox oder Köderdose* für Silberfischchen enthält biologisches Gift, das die Tiere fressen. Mit tödlichen Folgen. Es gibt aber noch weitere Fangvorrichtungen und Fallenkonstruktionen sowie Reinigungssprays mit Langzeitwirkung*.

Sollte der Befall tatsächlich so stark sein, dass weder Hausmittel noch biologische Fallen die gewünschte Wirkung zeigen, hilft nur noch ein Schädlingsbekämpfer, der weiß, wie man mit Chemie gegen die Silberfische vorgeht.

So können Sie vorbeugen

Wichtig ist, dass Sie die Räume regelmäßig stoßlüften. Das beugt nicht nur Silberfischen, sondern auch Schimmelpilzen vor. Vor allem im Badezimmer nach jedem Duschen und im Schlafzimmer sollte morgens und abends das Fenster für einige Minuten geöffnet werden. Befreien Sie Ihr Bad möglichst regelmäßig von Staub und Haaren und versiegeln Sie Bodendielen und offene Fugen. Wenn Sie Haustiere haben, reinigen Sie die Futterplätze täglich und lassen Sie das Futter nicht über Nacht draußen stehen, denn auch das sehen die Silberfische gerne als Nahrungsquelle an.

Silberfische sind zwar etwas eklig und nervig, aber es besteht kein Grund zur Panik. Meist lassen Sie sich mit einfachen Mitteln schnell bekämpfen.

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