Wie sicher sind unsere Weihnachtsmärkte? USA warnen vor "erhöhter Terrorgefahr"

28. November 2016 - 12:12 Uhr

Größeres Sicherheitsaufgebot auf allen Weihnachtsmärkten

Wie sehr haben wir es vermisst: Glühwein und gebrannte Mandeln. In vielen Städten haben die Weihnachtsmärkte endlich geöffnet, andere ziehen an diesem Wochenende nach. Doch eine aktuelle Warnung des US-Außenministeriums sorgt für ein ungutes Gefühl. Touristen sollten die Weihnachtsmärkte in Europa möglichst meiden – wegen der erhöhten Terrorgefahr! Müssen wir uns wirklich Sorgen machen?

Die Sicherheitsvorkehrungen auf deutschen Weihnachtsmärkten sind in diesem Jahr besonders streng. In einigen Städten wird noch stärker kontrolliert als 2015, als die Märkte im Schatten der Anschläge von Paris standen. In Köln haben sich die Aussteller trotz des erhöhten Polizeiaufgebots private Sicherheitsdienste gebucht. Zudem ist die Polizei dort seit den Übergriffen in der Silvesternacht besser vorbereitet.

"Wir gehen seit Längerem von einer erhöhten Gefährdungslage aus und das hat dazu geführt, dass wir unsere Kräfte verstärkt haben", so Christoph Gilles von der Kölner Polizei. "Die Besucher werden auf jeden Fall feststellen, dass wir an jedem markanten Punkt am Weihnachtsmarkt präsent sind."

Dabei geht es vor allem darum, ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Dass alles gut geht, kann zwar niemand garantieren. Die Warnung aus den USA aber hält der nordrhein-westfälische Innenminister für völlig überzogen: "Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen. Die, die unsere Freiheit bedrohen, hätten gewonnen, wenn wir unsere Lebensweise ändern würden." So strömen wohl auch dieses Jahr Millionen Deutsche auf ihre geliebten Weihnachtsmärkte und lassen sich die vorweihnachtliche Stimmung nicht verderben.