"Wie sicher ist Deutschland?": RTL-Thementag zur inneren Sicherheit am 12.12.2016

13. Dezember 2016 - 14:21 Uhr

Hier finden Sie ausführliche Informationen zu den relevanten Sendungen des RTL-Thementages zur inneren Sicherheit:

22.15 Uhr: EXTRA"-Spezial "Die Nacht der Ohnmacht - Wie Silvester in Köln außer Kontrolle geriet"

Eine investigative Dokumentation zu den Hintergründen der verheerenden Ereignisse zur Jahreswende in der Domstadt. Autoren: Markus Brauckmann und Christian Wiermer. Produzent: LAMBDA Stories & News GmbH im Auftrag von infoNetwork.
Der Film rekonstruiert die Chronologie einer Nacht, die weltweit für Entsetzen sorgte. Die Macher beleuchten die Fehlentscheidungen und Pannen, sowohl im Vorfeld als auch an Silvester selbst. Die Recherchen zu der RTL-Dokumentation erstreckten sich über das ganze Jahr. Um die beispiellosen Versäumnisse aufzuarbeiten, sprachen die Autoren neben Opfern und Augenzeugen der sexuellen Übergriffe auch mit ranghohen Polizisten und politischen Entscheidungsträgern. 
Entstanden ist diese Dokumentation in Zusammenarbeit mit Christian Wiermer, Chefreporter des Kölner "EXPRESS". Christian Wiermer: "Über kaum ein Ereignis ist 2016 so intensiv und kontrovers diskutiert worden wie über diese Nacht. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir mit unseren Recherchen neue Erkenntnisse zu Tage gefördert haben, die ein anderes Schlaglicht auf das Chaos und die Pannen in der Kölner Silvesternacht werfen werden." So dokumentieren die Recherchen u.a. minutiös, dass es an diesem Abend frühzeitige Hinweise auf eine Eskalation auf dem Bahnhofs-Vorplatz gab, die aber von der Polizei nicht hinreichend ernst genommen wurden.

Die Schlussfolgerungen der RTL-Dokumentation lassen sich in sechs Kernthesen zusammenfassen: 
Vom 31.12.2015, ca. 20 Uhr, bis zum 1.1.2016, ca. 6 Uhr, war einer der zentralen Plätze der viertgrößten Stadt Deutschlands für zehn Stunden ein (fast) rechtsfreier Raum. Die Autorität des Staates wurde folglich in Mitleidenschaft gezogen. 

Weil die Polizei nicht rechtzeitig klar und entschieden gehandelt hat, entstand bei den mutmaßlichen Tätern der Eindruck, dass "man sich heute alles erlauben kann" und Fehlverhalten nicht sanktioniert wird. Die Eskalation nahm ihren Lauf.

Im Vorfeld der Silvesternacht und in der Nacht selbst wurden von den Verantwortlichen Fehlentscheidungen getroffen.

Die Polizei vor Ort war unterbesetzt und überfordert ("Man hat keine Polizei gesehen!"). Sie hatte schlichtweg nicht mit Ereignissen dieser Dimension gerechnet. 

Es kam an diesem Abend zu einem Riss im Vertrauensverhältnis zwischen Polizei und Bevölkerung.

Den Opfern wurde an diesem Abend und danach nicht in ausreichendem Maße Aufmerksamkeit zuteil. 

23.10 Uhr: "Der Heiße Stuhl"

22 Jahre nach der letzten Ausstrahlung kehrt der "Der Heiße Stuhl" zurück auf den Bildschirm. Steffen Hallaschka moderiert aus dem RTL-Hauptstadtstudio die Neuauflage von Deutschlands einst hitzigstem Talk und diskutiert mit seinen Gästen über die Auswirkungen der Kölner Silvesternacht. Bei der Premiere sitzt der Ex-Politiker (SPD) und Buchautor Thilo Sarrazin auf dem "Heißen Stuhl". 
Als Antagonisten stehen ihm gegenüber: Khola Maryam Hübsch, muslimische Publizistin und Buchautorin; Kai Gehring, Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen; Annabelle Mandeng, Schauspielerin und Moderatorin; Arnold Plickert, Gewerkschaft der Polizei. 
Steffen Hallaschka: "Die Kölner Silvesternacht hat die politische Debatte in Deutschland verändert und sogar Donald Trump als Wahlkampffutter gedient. Populisten warnen seitdem noch selbstbewusster vor Flüchtlingen und Zuwanderern. Die Frage nach den Konsequenzen verspricht eine heiße Diskussion mit klarer Kante. Ich freue mich drauf."

Das ursprüngliche Prinzip des TV-Klassikers bleibt erhalten: Ein Gast mit einer provokanten These vertritt seine Position auf dem "Heißen Stuhl" gegen vier bis fünf weitere Gäste. Aus verschiedenen Perspektiven soll dabei konfrontativ und intensiv debattiert werden. Auch Zuschauer in dem rund 100 Gäste fassenden Studio werden in die Diskussion einbezogen. 

Anders als beim Original, das zwischen 1989 und 1994 seriell alle 14 Tage 'On Air' ging, wird die Neuauflage des "Heißen Stuhls" nur bei einem ganz konkreten Anlass und damit immer aktuell ins Programm genommen. Mit Themen, die ganz Deutschland bewegen und die gleichzeitig eine provokante These bieten.

"Der Heiße Stuhl" wurde von 1989 bis 1994 bei RTLplus (später RTL) in insgesamt 159 Ausgaben ausgestrahlt und gilt als Vorreiter des kontroversen Talks im deutschen TV. Moderator war zunächst Ulrich Meyer, später folgte Olaf Kracht. Zu den wohl bekanntesten Teilnehmern auf dem "Heißen Stuhl" gehörten unter anderem Angela Merkel und der bekennend Schwule Rosa von Praunheim. Der Regisseur sorgte 1991 für einen handfesten TV-Eklat, als er Hape Kerkeling und Alfred Biolek ohne deren Wissen vor der gesamten Nation als homosexuell outete. Die Original-Ausgabe des "Heißen Stuhls" steht derzeit als Ausstellungsstück im "Haus der Geschichte" in Bonn. Der neue "Heiße Stuhl" ist ein originalgetreuer Nachbau.

Der RTL-Thementag bei den News und Magazinen:

6.00 Uhr: "Guten Morgen Deutschland": Faktencheck zur Sicherheitslage in Deutschland mit Schwerpunkt auf das Thema "Einbruchskriminalität"; Talk mit einem Experten zum Thema "Wie kann ich mein Haus besser schützen?"
12.00 Uhr: "Punkt 12": 1ausführliches RTL-Trendbarometer zum Thema Sicherheit in Deutschland auf Basis aktueller Forsa-Ergebnisse. Reportage zu organisierten Einbrecherbanden aus Osteuropa. Dem P12-Reporter Torsten Misler ist es gelungen, mit einem Insider (ehemaliges Bandenmitglied) zu sprechen. Die Reportage zeigt auf, wie professionell die Banden in Deutschland operieren. Thema "Kleiner Waffenschein". Die Neuanmeldungen für den sogenannten kleinen Waffenschein sind nach den Silvesterereignissen von Köln massiv angestiegen. P12 erzählt die Geschichte über eine Familie, die den kleinen Waffenschein beantragt hat, und geht der Frage nach, ob er eine Hilfe ist und was man damit darf.
18.00 Uhr: "EXPLOSIV": Eine Reportage über den Polizeialltag in Deutschland erzählt exemplarisch von einem jungen Polizistenehepaar mit Kindern, interviewt einen Polizisten, der Opfer einer Gang und massiv verletzt wurde und berichtet von einem Polizisten, der seit 2014 krankgeschrieben ist, weil er Drohungen aus dem kriminellen Milieu erhalten hat.
18.45 Uhr: "RTL Aktuell": Reporter-Bericht zum Thema: Wie ist es um das Sicherheitsgefühl der Frauen abends/nachts in Deutschland bestellt? Wie sicher darf/kann sich Frau heute noch fühlen und wie kann eine Frau sich selbst vor Übergriffen/Angriffen schützen? 
00.00 Uhr: "RTL Nachtjournal": Aktuelle Bestandsaufnahme der deutschen Polizei (Ausrüstung, Anzahl an Polizisten, Qualifikation), verbunden mit der Fragestellung: braucht es womöglich auch mehr Polizisten mit Migrationshintergrund? Dazu Studiotalk mit einem Polizisten vom Bund deutscher Kriminalbeamter (BDK). Weiteres Thema: Videoüberwachung im öffentlichen Raum – brauchen wir mehr Videoüberwachung/Beobachtung und was kann es bringen?