RTL News>Gesundheit>

Wie QR-Codes das Leben von und mit Demenzerkrankten vereinfachen können

Wie QR-Codes das Leben von und mit Demenzerkrankten vereinfachen können

QR-Codes als Hilfe bei Demenz.
QR-Codes können das Leben von und mit Demenzerkrankten vereinfachen.
Iruma

Das Risiko, an Demenz zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu. Weil unsere Gesellschaft immer älter wird, steigt auch die Zahl der Betroffenen. Allerdings gibt es nun eine neue Idee aus Japan, die das Leben von und mit Demenzerkrankten vereinfachen könnte - und das mit der Hilfe von QR-Codes.

Service ist kostenlos

Bei der Krankheit, die das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen oder sogar die Persönlichkeitsstruktur betreffen kann, ist auch der Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten maßgeblich. Nicht selten kommt es also vor, dass Betroffene Einzelheiten zu ihrer Person vergessen oder gar den Orientierungssinn verlieren und sich so selbst Gefahren in der Öffentlichkeit aussetzen.

Helfen soll eine neue Methode aus Fernost. Genauer gesagt aus Iruma, einer Stadt nördlich von Tokio. Dort werden Demenzkranke mit QR-Codes ausgestattet. Die Mini-Aufkleber werden den Erkrankten einfach auf die Finger- oder Fußnägel geklebt, und zeichnen so die Wege des Betroffenen nach. Beim Scannen des QR-Codes kann außerdem eine persönliche Identitätsnummer abgerufen werden, die es Behörden wie der Polizei einfacher macht, den Kranken einer Verwaltung zuzuordnen. So können Angehörige den Betroffenen leichter wiederfinden.

Die angeklebten Codes halten, auch wenn sie nass werden, ungefähr zwei Wochen. Danach werden sie einfach ausgetauscht. In Iruma ist dieser Service komplett kostenlos.

Was meinen Sie? - Wäre diese Methode auch hier in Deutschland sinnvoll?