Berater des Ex-Präsidenten packt aus

Donald Trump "glücklich" über Twitter-Verbannung - Er plant neue Social-Media-Plattform

Vor knapp drei Wochen verließ Donald Trump das Weiße Haus in Washington.
Vor knapp drei Wochen verließ Donald Trump das Weiße Haus in Washington.
© AP, Steve Helber, SH

15. Februar 2021 - 20:15 Uhr

Trump nach Auszug aus dem Weißen Haus "wirklich entspannt"

Vor knapp drei Wochen verließ Donald Trump das Weiße Haus in Washington. Nach vier Jahren im Amt, in denen er etwa 25.000 Tweets getwittert hatte. Inzwischen sei der ehemalige US-Präsident "wirklich entspannt", berichtet sein Ex-Berater Jason Miller in der britischen "Sunday Times". Trump sei auch froh darüber, nicht mehr bei Twitter zu sein. Er denke darüber nach, bald eine eigene Social-Media-Plattform aufzubauen. Seine Aussagen widersprechen allerdings anderen Berichten über Trumps Stimmung.

Melania Trump: Donald soll sich jetzt viel mehr "amüsieren"

Trumps ehemaliger Wahlkampfstratege Miller erzählt dem britischen Blatt, dass Trump bei seinem Auszug aus dem Weißen Haus am 20. Januar bester Laune gewesen sei. Viele Leute seien "traurig gewesen", dass dieser Tag gekommen sei. Andere wiederum verspürten "ein Gefühl des Stolzes", dass es eine solch erfolgreiche Amtszeit gewesen sei, so Miller.

Der Ex-Kommunikationsberater behauptet, Trump sei viel entspannter und glücklicher seit er aus dem sozialen Netzwerk Twitter verbannt worden ist. Vor allem nicht mehr gegen "hasserfüllte Kommentare" ankämpfen zu müssen, habe ihn erleichtert. Auch die ehemalige First Lady soll gesagt haben, dass Trump sich jetzt "viel mehr amüsieren würde". Der Ex-Präsident will laut Miller ein eigenes soziales Netzwerk aufbauen. Weitere Details nannte er nicht.

Trump soll Mitarbeiter zu Tweets angestiftet haben

Die Behauptungen Millers widersprechen anderen Berichten über die Stimmung des Ex-Präsidenten, die aus seinem Haus in Mar-a-Lago in Florida stammen sollen. Demnach behauptet eine Quelle aus der Nähe Trumps, dass er frustriert sei, von Twitter verbannt worden zu sein und seine Mitarbeiter zwinge, in seinem Namen Tweets zu senden. Dabei soll es laut dem US-Portal "Daily Beast" vor allem um Attacken auf die konservative Politikerin Liz Cheney gegangen sein. Sie hatte als eine der wenigen Republikaner für ein Amtsenthebungsverfahren Trumps gestimmt.

Weiter sagte Miller der "Sunday Times", er glaubt, dass Trump 2024 erneut für Präsidentschaft kandidieren will. Er warnte die Republikaner, dass Trump, wenn sie gegen ihn stimmen sollten, eine neue Partei gründen würde. Noch gäbe es keine aktive Planung in diese Richtung, betonte er.