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Ein Schlaganfall droht nicht nur alten Menschen

Test: Wie hoch ist Ihr Schlaganfall-Risiko?

22. März 2021 - 8:42 Uhr

Schnell reagieren ist bei einem Schlaganfall wichtig

Der Schlaganfall, auch Hirnschlag oder Hirninfarkt genannt, ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache – und die Zahl der Erkrankungen nimmt zu. Bei Schlaganfall-Patienten kann eine rasche Therapie Schäden minimieren. Dabei zählt bei Schlaganfall-Symptomen jede Sekunde: Je schneller reagiert wird und der Patient behandelt werden kann, desto geringer fällt meist der Schaden aus. Umso wichtiger ist es, Schlaganfall-Anzeichen schnell zu erkennen und richtig deuten zu können. Mehr dazu im Video.

Wie hoch ist das Risiko, dass bei Ihnen einen Schlaganfall auftritt? Unser Test hilft Ihnen bei der Einschätzung.

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall (Apoplex) ist eine Störung der Gehirnfunktion, die dadurch entsteht, dass ein Hirnbereich nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird und daher nicht mehr genügend Sauerstoff bekommt. Die betroffenen Nervenzellen sterben daraufhin ab, was unterschiedliche Folgen haben kann. Ein Schlaganfall äußert sich durch Symptome wie Schwierigkeiten beim Sprechen, plötzliche Verwirrtheit, heftige Kopfschmerzen oder Sehstörungen. Weitere Schlaganfall-Anzeichen sind hängende Mundwinkel oder Lähmungserscheinungen in den Gliedmaßen.

Testen Sie hier Ihr Schlaganfall-Risiko

Das sind Schlaganfall-Risikofaktoren

Manche Faktoren für ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko sind erblich bedingt, andere Risikofaktoren für einen Apoplex können Sie jedoch selbst aus dem Weg räumen.

  • Alter: Ungefähr die Hälfte der Schlaganfälle ereignen sich bei über 75-Jährigen. 15 Prozent der Schlaganfall-Patienten sind unter 45 Jahre alt.
  • Genetische Veranlagung: Wenn in Ihrer Familie schon einmal ein Schlaganfall aufgetreten ist, könnte durch eine erbliche Vorbelastung auch Ihr Schlaganfall-Risiko erhöht sein.
  • Gewicht: Übergewicht kann zu erhöhtem Blutdruck oder Diabetes führen. Bei Herz- und Kreislauferkrankungen hat sich gezeigt, dass bei einer Gewichtsabnahme das Risiko gesenkt werden konnte.
  • Blutdruck: Je höher der Blutdruck, desto höher das Schlaganfall-Risiko. Bluthochdruck verursacht Schäden an den Gefäßwänden und begünstigt die Entwicklung von Arteriosklerose.
  • Cholesterinspiegel: Fettstoffwechselstörungen oder ein erhöhter Cholesterinspiegel verdoppeln das Schlaganfall-Risiko.
  • Gefäßgesundheit: Ursache für Schlaganfälle ist häufig eine Gefäßverkalkung, die sogenannte Arteriosklerose. Bei dieser bilden sich Ablagerungen in der elastischen Gefäßwand, die dadurch immer enger wird.
  • Diabetes: Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, erhöht für Diabetiker das Schlaganfall-Risiko um das Zwei- bis Dreifache.
  • Rauchen: Rauchen verdoppelt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.
  • Alkoholkonsum: Alkohol in Maßen hat keinen Einfluss auf das Schlaganfall-Risiko. Ein Glas Rotwein ab und zu kann sogar den Cholesterinspiegel senken. Mehr soll es aber nicht sein, sonst steigt das Risiko sofort.
  • Sport: Durch Sport werden die Gefäße elastisch gehalten. Blutdruck und Cholesterinwerte sinken, der Zuckerstoffwechsel wird reguliert. Wenig körperliche Bewegung begünstigt das Schlaganfall-Risiko.

Video: Mögliche Schlaganfall-Symptome erkennen

Bei einem akuten Verdacht können Sie schnell mit ersten einfachen Aufgaben feststellen, ob es sich um Schlaganfall-Symptome handelt, nämlich mit dem sogenannten FAST-Test.

„Stroke Units“ in Deutschland

Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft listet Schlaganfall-Stationen, sogenannte "Stroke Units" auf, die als spezielle Klinikabteilungen auf Schlaganfall-Patienten spezialisiert sind und eine umfassende Behandlung der Patienten ermöglichen. Hier finden Sie eine Liste aller zertifizierter Stroke-Units in Deutschland.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Der Test wertet nur allgemeine Risikofaktoren für einen Schlaganfall aus und errechnet daraus ein Risiko. Ihr individuelles Schlaganfall-Risiko kann von weiteren Faktoren abhängig sein. Das Testergebnis liefert daher nur einen ersten Anhaltspunkt und darf keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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