Dermatologin gibt Tipps

Wie Hitzepickel entstehen - und wie man sie schnell loswird

Hitzepickel sehen unschön aus, verschwinden aber zum Glück meist recht schnell wieder.
© iStockphoto, Poravute

12. August 2020 - 16:09 Uhr

Sommer, Sonne, Sommerfeeling - doch unsere Haut muss viel mitmachen

Wenn wir nach einem warmen Tag im Sonnenschein Pickel und Rötungen auf unserer Haut entdecken, ist das entspannte Sommerfeeling schnell dahin. Denn nicht nur, dass solche Hautreaktionen unangenehm sind – oft wissen wir gar nicht genau, womit wir es zu tun haben. Ist das jetzt eine Sonnenallergie oder sind es vielleicht doch Hitzepickel? Die Hautärztin Dr. Uta Schlossberger erklärt, anhand welcher Anzeichen Sie Hitzepickel erkennen und verrät, mit welchen Hausmitteln Sie die unschöne Hautreaktion schnell wieder loswerden.

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Wodurch entstehen Hitzepickel und wie sehen sie aus?

Wie der Name schon verrät, entstehen Hitzepickel durch die Einwirkung von Hitze auf den Körper. Denn die kann dazu führen, dass unsere Schweißdrüsen aufquellen und verstopfen. Schwitzen wir dazu noch viel oder sind einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, staut sich der Schweiß in den Poren und kann nicht richtig verdunsten. Tragen wir wenig atmungsaktive Kleidung, wird dieser Effekt noch verstärkt. Es entstehen kleine Bläschen an den bedeckten Stellen der Haut, die mit einer klaren bis milchigen Flüssigkeit gefüllt sind.

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Und wie unterscheide ich Hitzepickel von einer Sonnenallergie?

Auch eine Sonnenallergie tritt bei Hitze auf, hat jedoch weniger mit den Temperaturen an sich, als mit der Sonnen- beziehungsweise UV-Strahlung zu tun. Doch wie unterscheidet man die beiden Hautreaktionen, wenn man nach einem warmen, sonnigen Tag plötzlich Pickel und Rötungen entdeckt?

Das Erscheinungsbild der Sonnenallergie ähnelt zunächst dem von Hitzepickeln. Auch sie äußert sich zunächst in Form von Rötungen auf der Haut, die mit Bläschen, Knötchen oder Pusteln einhergehen können. Im Gegensatz zu Hitzepickeln kann hier jedoch zusätzlich ein Jucken oder sogar Brennen entstehen. Dermatologin Dr. Uta Schlossberger weist auf einen weiteren wichtigen Unterschied hin: "Betroffen von einer Sonnenallergie sind jeweils ausschließlich die Körperpartien, die der Sonne ausgesetzt waren." Meist komme es in Zusammenhang mit Medikamenten, Kosmetika oder Sonnencremes zu einer Sonnenallergie, erklärt die Hautärztin.

Wie Sie sich vor einer Sonnenallergie schützen und was Ihrer Haut guttut, wenn es doch mal dazu kommt, das erfahren Sie hier im Video.

Video: Sonnenallergie - So können Sie sich schützen

3 Tipps zur Vermeidung von Hitzepickeln

Damit es gar nicht erst zu der unschönen Hauterscheinung kommt, gibt Dermatologin Dr. Uta Schlossberger drei einfache Tipps, mit denen Sie Hitzepickeln vorbeugen können:

  1. Tragen Sie lockere Kleidung, in der die Haut atmen kann, um Hitzestau zu vermeiden.
  2. Halten Sie sich im Schatten auf, um übermäßiges Schwitzen zu vermeiden.
  3. Duschen sich sich zwischendurch kalt ab.

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Die besten Hausmittel zur Behandlung von Hitzepickeln

Der wichtigste Tipp der Dermatologin, um Hitzepickel möglichst schnell loszuwerden: Entfernen Sie die durchgeschwitzte Kleidung vom Körper und nehmen Sie eine kalte Dusche. Dadurch helfen Sie Ihren durch die Hitze aufgequollenen Schweißdrüsen, schneller wieder in den Normalzustand zu gelangen. Und sollte im Zusammenhang mit den Pickeln doch mal ein Juckreiz auftreten, rät Dr. Schlossberger zu Schwarztee-Umschlägen oder dem Auftragen einer Zink-Creme* 🛒.

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