Corona sei Dank

Wie hessische Parteien den Wahlkampf ins Netz verlagern

12. März 2021 - 12:33 Uhr

Corona stellt den Wahlkampf auf den Kopf

Schon jetzt kann man sich sicher sein: Die hessische Kommunalwahl vom 14. März 2021 wird in die Geschichte eingehen. Völlig ungeachtet der Ergebnisse der Wahlen, lässt sich schon jetzt sagen, dass die Wahl coronabedingt so ziemlich alle bislang gültigen Regeln auf den Kopf gestellt hat. So kann Wahlkampf beispielsweise überhaupt nicht mehr in klassischer Form stattfinden – Politiker müssen kreativ werden, um die Hessen mit ihren Botschaften zu erreichen. Was sich die Kommunalpolitiker der FDP in Bad Homburg, der Grünen in Frankfurt und der CDU in Wiesbaden haben einfallen lassen, um dennoch an die begehrten Wählerstimmen zu kommen, sehen Sie im Videobeitrag.

Podcast, Instagram, Greenomat: Das Netz hält viele Möglichkeiten bereit

Bekanntermaßen hält jede noch so schwierige Situation auch einen positiven Gesichtspunkt bereit. So ist es auch mit dem Pandemie-Wahlkampf: Anja Schöpe von der Wiesbadener CDU hatte beispielsweise bis vor Kurzem überhaupt nichts mit Podcasts am Hut – mittlerweile ist sie ein richtiger Profi und hat schon über 40 Folgen des #SeiDuCDU-Podcasts aufgenommen.

Bei den Grünen in Frankfurt gibt es mittlerweile eine Art Wahl-O-Mat mit dem passenden Namen "Greenomat". Burkhard Schwetje hätte mit seiner grünen Arbeitsgruppe "Team Dezibel" eigentlich Poetry Slams oder ein Pub Quiz organisiert, für viele Menschen in einem Raum. Jetzt ist Raum coronagerecht digital.

Und auch die Bad Homburger FDP hat sich ins Netz getraut: Hier produziert Spitzenkandidat Philipp Herbold Wahlvideos für Instagram. Laut eigener Aussage erreichen die bis zu 10.000 Menschen.